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		<title>jensscholz.com - Neueste Kommentareauf Blogparade “Digitaler Nachlass”</title>
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			<title> XiongShui [Besucher] in Antwort auf: Blogparade “Digitaler Nachlass”</title>
			<pubDate>Sat, 19 Aug 2017 13:19:19 +0000</pubDate>
			<dc:creator><span class="user anonymous" rel="bubbletip_comment_4470">XiongShui</span> <span class="bUser-anonymous-tag">[Besucher]</span></dc:creator>
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			<description>&lt;p&gt;&amp;#8220;Anhaftungen sind es, die Leiden schaffen&amp;#8221; lehrte einst Buddha.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er erkannte, daß das Leben uns erst frei von Leiden sein lässt, wenn wir uns nur um das Jetzt, den Augenblick, kümmern. So hinterlassen wir zwar Spuren auf dem dem einzigartigen Weg, der &amp;#8220;unser Weg&amp;#8221; ist, doch was mit diesen Spuren geschieht, sollte uns nicht kümmern. Er und die Patriarchen seiner Lehre haben ihre Spuren in Form von Lehrgesprächen hinterlassen, an die wir nicht rühren, sie werden seit zweieinhalbtausend Jahren bewahrt und weitergegeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die digitale Welt - viel zu oft fälschlich als virtuelle Welt bezeichnet - bietet uns allen die einzigartige Möglichkeit, Spuren als Vermächtnis zu hinterlassen, die sonst nur den &amp;#8220;Großen&amp;#8221; vorbehalten war. Jeder, der das möchte, kann sich diese Spuren ansehen, ihnen vielleicht ein Stück weit folgen - oder aber sie fliehen, weil sie ins Verderben führen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Spuren sind ein Vermächtnis, ein Geschenk an die Welt. Darum sollten sich Manipulationen daran von vornherein verbieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jeder Eingriff in &amp;#8220;den digitalen Nachlass&amp;#8221; wäre ein Angriff auf die Würde desjenigen, der ihn hinterlassen hat. Ja ich weiß, manchmal schreibt man etwas dahin, was man möglicherweise bereut, doch wenn der Autor es später nicht gelöscht oder korrigiert hat, steht es uns, seinen Nachfolgern nicht zu, daran etwas zu verändern - oder etwa sein ganzes digitales Sein auszulöschen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir werden noch lernen müssen, auch das zu ertragen, was uns nicht &amp;#8220;richtig&quot;, unschön oder kränkend erscheint. Wir werden lernen müssen, den digitalen Nachlass genauso zu achten und zu schätzen, wie die Person, die ihn hinterließ.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist eine neue Situation, mit der der Umgang noch nicht eingeübt ist, denn die Möglichkeit, sich der ganzen Welt auf digitalem Wege mitzuteilen steckt ja noch in den Kinderschuhen. Wir stehen erst am Anfang dieser großartigen und urdemokratischen Möglichkeit, unsere Gedanken, unser Leben, unser ganzes Sein mit der Welt zu teilen. Und das eben nicht nur für Denker, Dichter, Politiker - sondern für jeden Einzelnen. Ein jeder Mensch ist heute in der Lage, sein Sein auf digitale Weise zu hinterlassen und zu verschenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir sollten dies achten und nicht daran rühren - genau wie wir den Leichnam des Menschen achten und ihn nicht beschädigen.&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Anhaftungen sind es, die Leiden schaffen&#8221; lehrte einst Buddha.</p>

<p>Er erkannte, daß das Leben uns erst frei von Leiden sein lässt, wenn wir uns nur um das Jetzt, den Augenblick, kümmern. So hinterlassen wir zwar Spuren auf dem dem einzigartigen Weg, der &#8220;unser Weg&#8221; ist, doch was mit diesen Spuren geschieht, sollte uns nicht kümmern. Er und die Patriarchen seiner Lehre haben ihre Spuren in Form von Lehrgesprächen hinterlassen, an die wir nicht rühren, sie werden seit zweieinhalbtausend Jahren bewahrt und weitergegeben.</p>

<p>Die digitale Welt - viel zu oft fälschlich als virtuelle Welt bezeichnet - bietet uns allen die einzigartige Möglichkeit, Spuren als Vermächtnis zu hinterlassen, die sonst nur den &#8220;Großen&#8221; vorbehalten war. Jeder, der das möchte, kann sich diese Spuren ansehen, ihnen vielleicht ein Stück weit folgen - oder aber sie fliehen, weil sie ins Verderben führen.</p>

<p>Diese Spuren sind ein Vermächtnis, ein Geschenk an die Welt. Darum sollten sich Manipulationen daran von vornherein verbieten.</p>

<p>Jeder Eingriff in &#8220;den digitalen Nachlass&#8221; wäre ein Angriff auf die Würde desjenigen, der ihn hinterlassen hat. Ja ich weiß, manchmal schreibt man etwas dahin, was man möglicherweise bereut, doch wenn der Autor es später nicht gelöscht oder korrigiert hat, steht es uns, seinen Nachfolgern nicht zu, daran etwas zu verändern - oder etwa sein ganzes digitales Sein auszulöschen.</p>

<p>Wir werden noch lernen müssen, auch das zu ertragen, was uns nicht &#8220;richtig", unschön oder kränkend erscheint. Wir werden lernen müssen, den digitalen Nachlass genauso zu achten und zu schätzen, wie die Person, die ihn hinterließ.</p>

<p>Das ist eine neue Situation, mit der der Umgang noch nicht eingeübt ist, denn die Möglichkeit, sich der ganzen Welt auf digitalem Wege mitzuteilen steckt ja noch in den Kinderschuhen. Wir stehen erst am Anfang dieser großartigen und urdemokratischen Möglichkeit, unsere Gedanken, unser Leben, unser ganzes Sein mit der Welt zu teilen. Und das eben nicht nur für Denker, Dichter, Politiker - sondern für jeden Einzelnen. Ein jeder Mensch ist heute in der Lage, sein Sein auf digitale Weise zu hinterlassen und zu verschenken.</p>

<p>Wir sollten dies achten und nicht daran rühren - genau wie wir den Leichnam des Menschen achten und ihn nicht beschädigen.</p>]]></content:encoded>
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