Windkraftwerke funktionieren ja nur solange der Wind weht
Ich bin immer wieder erstaunt, dass dieses Argument "erneuerbare Energien funktionieren ja nicht, sobald es mal keinen Wind und keine Sonne gibt" immer noch kommt, obwohl das Problem gar nicht existiert, denn Wind und Sonne gibt es ja immer irgendwo.
Ok, ich erklärs halt doch noch mal: Wenn sich ein Windrad wegen Windflaute nicht dreht, drehen sich tausend andere Windräder immer noch, denn auch wenn es irgendwo lokal grade für ein paar Stunden mal keinen Wind gibt, hört der Wind ja nicht im ganzen Land auf, zu wehen. Je mehr Windräder es also gibt, desto weniger Schwankungen gibt es im Netz.
Das ist also (wieder mal) ein Induktionsfehler (Fehlschluss, bei dem von einem Extremfall auf das große Ganze geschlossen wird): Windstille und Lichtstärkeunterschiede sind vereinzelte, lokale Probleme. Die können durch Redundanz, Diversifikation, Speicher und Vernetzung ausgeglichen werden.
Das heißt, die Lösung ist der Ausbau mit weiteren Wind und Solaranlagen, nicht deren Abbau.
Je mehr Wind und Solar, desto stabiler das Netz.
Und by the way: Wenn ein AKW abgeschaltet werden muss weil es z.B. im Sommer zu wenig Wasser zum kühlen gibt, erzeugt es tatsächlich komplett keine Energie mehr. Wenn ein Windrad abgestellt wird, gibt es noch zig Windräder, die weiterhin funktionieren.
Wenn diese Leute sich also wirklich Sorgen um die Stromversorgung machen würden weil ein einziger Ausfall sofort einen Blackout herbeiführen könnte, müssten sie sogar genau aus diesem Grund den Neubau von zentralisierten Kraftwerken - wie eben AKW - ablehnen, nicht den Ausbau eines resilienten, verteilten Netzes aus vielen autarken Stromerzeugungsquellen, das nie komplett ausfallen kann.
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