« Hallo auch an die Leser in den Feed-Empfangsgeräten...Supermanplatz »

2 Kommentare

Kommentar von: Antje Schrupp [Besucher]
Antje Schrupp

Hm, also eigentlich sollten Verleger schon mehr tun, als nur Werke einkaufen und teurer weiter verkaufen. Meine (Buch-)Verlegerinnen tun auch mehr, als für die Vervielfältigung sorgen: Lektorat, Werbung und Pressearbeit, die Abwicklung des Vertriebs. Vielleicht sollten sie sich in Zukunft eher als Dienstleister_innen für die Urheber_innen verstehen und von denen bezahlt werden. Also umgekehrt als jetzt. Nicht die Verlage kriegen die Erlöse und bezahlen die Autorin, sondern die Autorin kriegt die Erlöse und bezahlt die Verlage, wenn die Dienstleistung entsprechend ist.

18.06.10 @ 12:19
Kommentar von: jensscholz [Mitglied]  

Mehr tun… Das finde ich auch (und ich kenne natürlich auch viele super Verleger). Aber wenn man die Forderungen des Verlegerverbandes liest scheint es aber, als würde man sich als reine Contentvertreiber betrachten.
Was die umgekehrte Abwicklung angeht: Die total-buy-out Verträge, die Autoren inzwischen unterschreiben müssen zeigen ja schon in eine gewisse Richtung und als Buchautor kann man ja auch nicht wirklich reich werden. Insoweit glaube ich nicht, dass da viel Luft ist oder auch viel zu holen ist. Was m.E. aber passieren wird ist daß Autoren ähnlich wie Du sagst ihre Lektoren selbst bezahlen werden müssen oder der Verlag das als bezahlte Dienstleistung übernimmt. Auch Werbekosten könnten die Verleger auf die Autoren abwälzen, in der Musikindustrie ist das ja schon lange so.

18.06.10 @ 12:28