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15 Kommentare, 2 Trackbacks

Kommentar von: Mirja [Besucher]
MirjaSeh ich auch so. Punkt.
30.06.10 @ 13:20
Kommentar von: Ranor [Besucher]
RanorAlles grundsätzlich richtig. Aber auf was willst du jetzt eigentlich hinaus? In deinem Text stecken so viele Allgemeinplätze (das hast du ja schon selber erkannt) die du auch zu jedem anderen Zeitpunkt so hättest schreiben können.

30.06.10 @ 13:29
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
Ich schreibe Dinge immer dann auf, wenn sie mir einfallen und ich Zeit dazu habe. So wie eben. Klar hätte ich das jederzeit schreiben können, aber warum soll ich das dann nicht jetzt tun?
Außerdem glaube ich nicht, daß ich so viele Allgemeinplätze aufliste. Es ist eben eine Situationsbestimmung, meine Sicht auf den Stand der Dinge. Die ich aufschreibe auch, um mir selbst darüber klar zu werden und mich später daran zu erinnern, was ich heute gedacht habe. Deswegen blogge ich ja.
Vielleicht hab ich es auch ausgerechnet jetzt aufgeschrieben um eine Stimme dafür zu sein, dass man diese Wahl nicht allzu ernst nehmen muss und dem wahrscheinlich nachher entstehende Eindruck dass manche Netzbewohnern das Scheitern Gaucks als einen Weltuntergang betrachten etwas entgegenzusetzen.
ich bin halt kein Revoluzzer und ich hab auch keine Agenda. Jedenfalls keine, die darüber hinaus geht, die beschriebenen Veränderungen gut zu finden.
30.06.10 @ 13:40
Kommentar von: Frank [Besucher]
Franknaja...vereinfacht....ob das reicht? Was mich irritiert und was ich schlicht nicht glaube, ist die Annahme bzw Behauptung (wenn ich das richtig verstanden habe), dass das Internet gesellschaftlich-politisch konstituierend ist. Tatsächlich bleibst Du andererseits IMHO ziemlich nebulös, auf was Du eingentlich hinaus willst (what's the point?). Du glaubst ernsthaft, das die bestehenden Machtstrukturen durch Internetnutzung beseitigt werden? Oder meinst Du, das wir auf eine Parallelgesellschaft hinsteuern, in der die politische und wirtschaftliche Klasse quasi neben der offenen Inetrnet-Gesellschaft (?) existiert? Ich behaupte, es gibt weitaus mehr hidden channels über die echte Macht kommuniziert als über das bisschen Internet. Ich vermute (!),dass die Degeneration der politischen Klasse in direktem Zusammenhang mit dem Einfluss von wirtschaftlichen Lobbygruppen zu tun hat; die Prävalenz von "Wirtschafsthemen" in der öffentlichen Diskussion ist ebf. ein Hinweis. Das Poblem ist, dass die faktische und nicht rein wirtschaftliche Macht skrupellos augeübt wird, während Staatswesen (i.S.v. Kolletiven) sich zunehmend Rechtfertigen müssen für Machtausübung....ich bin mir nicht sicher...ggf reden wir üebr unterschiedliche Dinge.....äh...um an den Anfang zurück zu kommen: quid? :)
30.06.10 @ 13:40
Kommentar von: Ranor [Besucher]
Ranor@ Jens

Ich hatte nach dem Lesen der Überschrift einen anderen Artikel erwartet. Irgendwie mehr zum Thema Bundespräsident und weniger Allgemeinplätze zum Thema Netz & Zukunft. Ist ja auch kein großes Problem, meine Erwartungshaltung war einfach anders.
30.06.10 @ 13:49
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
@Frank
Erst mal ist das lediglich ein Versuch, ein paar Gedankenpfade zu isolieren und aufzuschreiben. Dann dachte ich dachte eigentlich, daß ich klar gemacht habe, daß das Internet eben überhaupt keine besondern große Rolle spielt, sondern lediglich ein Katalysator für schon lange vorhandene Ideen ist: Stadtteilmagazine, Fanzines, Flugblätter, politische Initiativen außerhalb der etablierten Strukturen, Gemeinschaftsprojekte, Initiativen für direktere Bürgerbeteiligung gab es schon vor dem Internet. Weshalb die Versuche, das Internet zu regulieren m.E. nicht die gesellschaftlichen Veränderungen aufhalten werden. Hidden Channels gibt es selbsverständlich auch wieder. Es wird auch neue Methoden der Manipulation geben. Intransparenz ist ja auch nicht per se nur schlecht. Genausowenig wie Tansparenz nur gut ist.
30.06.10 @ 13:52
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
(und wenn ihr alle so klug seid, daß das alles "stating the obvious" für euch ist - für mich wars das nicht.)
30.06.10 @ 13:57
Kommentar von: Ranor [Besucher]
RanorIch lese mir deinen Text später nochmal durch, wenn die Wahl vorbei und wieder Ruhe eingekehrt ist. Denn, auch wenn man es kaum glauben mag (und es etwas pathetisch klingt): Die Wahl nimmt mich emotional schon mit. Als gebürtiger "Ossi" der sehr an der deutsch-deutschen Geschichte interessiert ist war die Nominierung von Gauck für mich ein großartiges Ereignis. Das dieser Kandidat nun wahrscheinlich an Parteipolitik scheitert ist für mich persönlich bitter und höchst betrüblich. Das erklärt viellleicht auch meine Erwartungshaltung.
30.06.10 @ 14:06
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
Aber alleine seine Kandidatur und die Unterstützung der Bevölkerung ist schon etwas großartiges. Es offenbart, daß die gern geführten Rede von der Politikverdrossenheit eine bequeme Lüge ist. Wahr ist vielmehr, daß die Menschen durchaus interessiert sind, wenn es einen richtigen Anlass gibt und er nicht nur vor die Wahl zwischen heißer und kalter Luft gestellt wird. So dumm sind die Leute nämlich nicht, daß sie nicht merken, wenn man sich für ihr Engagement gar nicht interessiert und sie nur abnicken sollen, was vorgegeben wird.
30.06.10 @ 14:24
Kommentar von: Frank [Besucher]
Franksind ja so Themen, die mich auch ständig beschäftigen und wollt nur mal kapieren, worums ging, ich habs i.d.T. nicht kapiert...ich würde die Politikverdrossenheit nicht unterschätzen, die Leute haben schlicht keinen Bock mehr auf die Windbeutel, Labertaschen, Besserwisser, arrogante Neureiche, Bestandswahrer, Marionetten, etc., pp......Gauck ist insofern ein Sonderfall, weil er aus einer für D wichtigen Ära "stammt" und durch seinen ehem. Job quasi automatisch "street credibility" hat. Wulff ist für Merkel nach dem Rücktreter Köhler die beste Wahl: der steht nicht im Weg rum; Köhler war ja für BP Verhältnisse geradezu ein Revoluzzer (ständig die Gesetztesblockaden...ts). Err Koch ist übrigens auch zurück getreten, da hat keienr geschimpft...würd mich nicht wundern, wenn dafür sein Name von einer bestimmten DVD/CD gestrichen wird....
30.06.10 @ 16:05
Kommentar von: Mela [Besucher] E-Mail
MelaIch verbeuge mich vor dieser glasklaren Analyse.
30.06.10 @ 18:28
Kommentar von: Georges [Besucher]
GeorgesIch verfolge eine Bundespräsidentenwahl über Twitter, nicht weil sie mich betreffen würde, sondern weil mich deren Ausgang und die Ursachen dafür interessieren, vermute ich doch seit längerem, dass solche politischen Prozesse in gewissem Maße vom Netz mitgeprägt werden.

So finde ich dann diesen lesenswerten Artikel der meine Vermutung bestärkt und mit dem passenden Begriff assoziiert: Paradigmenwechsel. Danke dafür.
30.06.10 @ 22:35
Kommentar von: jfml [Besucher]
jfmlSo, hier jetzt mal ein bischen Verschwörungstheorie/Pessimismus-Trolling, ein bische off-topic auch noch:

Sicherlich haben private Fernsehsender früher und das Internet heute Politiker in gewissen Maße beeinflußt. Das Problem ist aber, daß die meisten Politiker relativ egal sind (v. a. der Bundespräsident), weil die wirklichen Entscheidungen halt von internationalen Konzernen und ggf. deren Lobbies, die dann die Politiker beeinflussen, getroffen werden, siehe Umweltgipfel in Kopenhagen, keine Regulierung der Finanzmärkte, keine Ampfel zur Lebensmittel-Kennzeichnung (recherchiert das mal, einer der geilsten Lobby-Klopper der letzten Jahre, z. B. hier: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1042304/Lobbyisten-gegen-Verbraucher-) etc. pp.

Kann sein, daß ich zuviel fefe lese. ^____^
01.07.10 @ 16:35
Kommentar von: Joachim [Besucher] E-Mail
JoachimFasse ich richtig zusammen, wenn ich ein Zitat von Victor Hugo verwende? "Nichts in der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist."
Kinder haben schon immer gegen die Vorgängergeneration rebelliert, werden aber im Alter dieser wieder ähnlicher.
02.07.10 @ 09:33
Kommentar von: ischtar [Besucher]
ischtarHi Jens.

Das Internet entwickelt sich zusehens mehr zu einer Art Parallelgesellschaft. Ebenso wie sich die Politik auf Bundesebene (und wohl auch auf Landesebene) zusehens mehr vom Volk entfernt. Dem Großteil der Bevölkerung scheint es egal zu sein, es gibt genug Brot und Spiele ;). Dass sich das Netz jedoch koordiniert und auch aktiv wird, zeigt nicht nur der Versuch der Piratenpartei Einfluss zu nehmen.

Die Frage ist, inwieweit sich beide Welten, bzw alle drei Welten, überschneiden und beeinflussen lassen. Unser Einfluss ist durch Wahlen und Parteizwänge &-systeme begrenzt. Selbst die Möglichkeit von Petitionen ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber vom Einfluss her minimal. Ich habe das Gefühl, je mehr sich die Politik die Volk entfernt, umso mehr entfernt sich das Volk von der Politik. Man resigniert und schottet sich ab. Die wenigen welche aktiv versuchen das Geschehen zu beeinflussen, scheitern an den Strukturen der Macht oder müssen ihre Grenzen öffnen um ernstgenommen zu werden (siehe die Grünen).

Was kann man Konstruktives tun, frag ich mich/dich?

Grüße
03.07.10 @ 11:54
wurzelfrau- art & spiritVermeidungspolitik
Grade habe ich meine Blogrunde gedreht und dabei bin ich an gedanklich bei Martin und Jens und ihren Gedanken zu Wulff und der Zukunftsentwicklung hängen geblieben. Ohne jetzt die Inhalte genauer zu thematisieren, habe ich mich schon länger gefragt, ...
03.07.10 @ 12:51
Trackback von: Zivilschein [Besucher]
ZivilscheinBundespräsident Christian Wulff
Nur ein ganz kurzer Kommentar: Christian Wulff von der CDU ist zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden, und das hat uns immerhin ein ganzes Gruselkabinett alternativer Kandidaten erspart. Mich nervt es schwer, wie aus den benötigten drei Wahlgän...
05.07.10 @ 13:07


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