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5 Kommentare

Kommentar von: emden09 [Besucher]
emden09"Aber sie wurde immer wieder verlängert, selbst der rot-grüne Atomausstieg war im Prinzip noch eine letzte Laufzeitverlängerung"

Bis zu dem Punkt hätte ich Dich beinah geflattred. Jetzt gibts nur nen Kommentar. Du verbreitest hier eine Lüge der Pro-Krenenergie-bewegung. Rot-Grün hat zum ALLERERSTEN Mal die Laufzeiten überhaupt beschränkt. Dass die Grünen als 7%-PArtei keine Chance hatten, das anders als im Konsens zu machen oder eben eine großen Koalition das Feld zu überlassen, wertet diese bemühungen der grünen doch nicht ab! Im Gegenteil!
29.03.11 @ 17:36
Kommentar von: Lena [Besucher]
LenaIst dieses widersinnige Verhalten nicht in erster Linie auch einfach dem menschlichen Hang zur Gewohnheit und dem damit einhergehenden Widerstreben gegenüber Veränderungen geschuldet? Wenn wir ehrlich sind, handeln wir im Privaten ja viel zu oft genauso - Veränderungen sind anstrengend, Innovationen sowieso, wer weiß, was dabei herauskommt, bla.

Der Unterschied ist nur, dass in Wirtschaft und Politik im Gegensatz zum Privaten nicht nur die Existenz eines Einzelnen auf dem Spiel steht. Sondern dass da viele Menschen dranhängen, die höchstens minimal Einfluss auf den Fortgang der Ereignisse hatten, aber am Ende die Konsequenzen von (Nicht-)Entscheidungen ausbaden müssen.
29.03.11 @ 17:36
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
@emden09: Das stimmt so auch nicht ganz (und die "Lüge" verbitte ich mir, ja?): Jedes Kraftwerk hat eine Betriebslaufzeit. Bei den meisten deutschen Atomkraftwerken lag diese bei 20-25 Jahren. Danach konnte/kann ein Betreiber den Laufzyklus über Wartung und Modernisierungen (bei Kohlekraftwerken z.B. mit Filtern usw.) verlängern. Ich hatte gegen den von rot/grün geplanten Atomausstieg nichts einzuwenden, aber man erreichte den Konsens, indem man den Ausstieg mit einer finalen Verlängerung für einige Meiler erkaufte und man setzte die Gesamtlaufzeit auf höchstens 32 Jahre fest (das ist wahrscheinlich, was Du mit "zum ALLERERSTEN Mal" meinst). Dass sich rot/grün um des Ausstiegs Willen darauf einließen werfe ich ihnen beileibe nicht vor. Allerdings erinnere ich mich gut daran, dass damals schon davor gewarnt wurde, dass die Länge der dadurch entstandenen zusätzlichen Laufzeiten einer atomfreundlichen Regierung erlauben wird, aus dem Ausstieg wieder auszusteigen - das ist hoffentlich etwas, woraus man nun gelernt hat.
29.03.11 @ 17:58
Kommentar von: Frank [Besucher]
Frankdas Weitermachen bis nichts mehr geht ist wohl eine menschliche Eigenschaft, die historisch belegt mehrfach ganze Kulturen weggerafft hat. Die andere menschliche Eigenschaft ist aber ja zum Glück, dass danach etwas neues entsteht. Oder halt auch nicht. Andererseits: wenn die Menschheit sich erfolgriech annihiliert haben wird, dauert es sciher nur ein paar Jahrmillionen und dann kommt ebstimtm die näcshte Spezies dran. Dem Universum ist das alles ziemlich wurscht :) Übrigens ist m.E. unser grundlegender systemischer Fehler seit einigen Jahrzehnten ein anderer: nämlich das Mantra "der Markt wirds schon richten" und die völlig hinrrissige Ansicht, das privat wirtschaftliche Interessen denen der Volkswirtschaft entsprechen oder zugute kommen
01.04.11 @ 10:59
Kommentar von: Tobias [Besucher]
TobiasEin Beispiel hätte ich noch: (Wirtschafts-)Wachstum. Jedes Jahr ein paar Prozent mehr. Exponentielles Wachstum. Wir wissen, dass es so nicht weitergeht, weil die Ressourcen endlich sind, weil wir uns unsere eigenen Lebensgrundlage entziehen. Statt anzuhalten oder wenigstens langsamer zu werden, wird die ganze Geschichte noch beschleunigt, das Ganze wird mit voller Wucht gegen die Wand gefahren.
Die Frage, warum kein Anhalten, kein anderer Weg möglich ist, ist interessant. Sind es systemische Zwänge (Stichwort: Kapitalismus als Schneeballsystem) oder ist es eine fehlende Alternative (was könnte an dessen Stelle treten?) oder ist es nur die Macht der Gewohnheit, einfach zu weiter zu machen wie bisher?
08.04.11 @ 23:44


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