« Was ist nur so schwer daran, das offensichtlich Richtige zu tun?Mein Nebenjob als V-Mann »

9 Kommentare

Kommentar von: Timo [Besucher]
Timo*sign*
Was ich aber persönlicher am beängstigsten finde und was zwar sicherlich parlamentarischer Regelfall ist, durch ein Gate mit diesem Ausmaß erst wieder richtig ins Bewusstsein gerückt wird: ist es nicht eine ungeheuerliche Lücke, dass ein Bundestag, der aktuell mit 620 Sitzen ausgestattet ist, mit nur 37 Abgeordneten als beschlussfähig gelten kann? Gälte es nicht, diese Lücke zu schließen, weil sie wie im vorliegenden Fall eine gigantische Schwachstelle in einer parlamentarischen Demokratie darstellt? Und: kann man von MdBs mit mehreren tausend Euro Diät pro Monat nicht mit Fug und Recht verlangen, dass sie dafür auch ihren Pflichten nachkommen?
Das sind die Fragen, die mich dabei am meisten beschäftigen...
09.07.12 @ 11:53
Kommentar von: Sven [Besucher]
SvenIm Prinzip Zustimmung. Bis auf den letzten Satz: denn es sind genau diese Daten, die da weitergegeben werden, die du vorher korrekt als missbrauchsgefährdet aufzählst (Wohnort, Religion, Geschlecht) und für eben diesen Zweck (Kredite, Erlaubnisse, "Risiko"berechnungen) werden die von der Wirtschaft gekauft. Insoweit ist genau das genau das Problem. Vielleicht nicht das einzige, aber auch nicht "keins" ;-)
09.07.12 @ 11:57
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
Sven: Beim Meldedatenverkauf geht es - so hab ichs jedenfalls verstanden - allein um die Wohnadresse. Die anderen Daten die Du nennst werden tatsächlich nicht weitergegeben.
09.07.12 @ 12:10
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
Timo: Ich finde diese Geschichte nicht wirklich problematisch. Würde sich daraus ein Missbrauch ergeben, würde man schlicht sofort das Verhalten ändern. Es ist mir egal, wie die ihre arbeit machen, solange sie sie ordentlich gemacht wird.
09.07.12 @ 12:12
Kommentar von: Sven [Besucher]
SvenDa auch andere Ämter (Landwirtschaft, Verkehr etc) Daten verkaufen (z.B. Immobilienluftbilder mit GPS Daten) sind die Meldedaten als individueller Schlüsseldatensatz von Personen zur weiteren Verknüpfung ideal. Wenn ich alle verfügbaren Daten von den Ämtern kaufe, die angeboten werden sind es letztlich genau diese Meldedaten, die diese Datensammlung zu einer kompletten Profildatenbank "objektiver" Personendaten zusammenführen bzw. diese Daten personalisieren, während mit den anderen Daten dann wiederum Profilgruppen aus diesen Personen rausgefiltert werden (Ich brauch dir doch nicht erklären, wie verknüpfte Datenbanken funktionieren ;-))
09.07.12 @ 12:34
Kommentar von: Sven [Besucher]
SvenOh, und btw.:

"Die Auskunft ist für die Kommunen ein lukratives Geschäft: Ein Datensatz kostet je nach Bundesland zwischen fünf und zehn Euro und umfasst Namen, Staatsangehörigkeit, Religionsgemeinschaft, gegenwärtige und frühere Adresse, Familienstand und Kinder der Bürgerinnen und Bürger. "

http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/maerz/zensus-2011-volkszaehlung-im-verborgenen
09.07.12 @ 12:36
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
Nett. Aber das ist ja was ich meine: Der Datenschutz hängt sich an Einzelinformationen. Die Verwendungen sind aber das Problem.
09.07.12 @ 12:39
Kommentar von: Sven [Besucher]
SvenDrum stimme ich dir ja auch - bis auf den letzten Satz - vollkommen zu ;-D
09.07.12 @ 12:59
Kommentar von: Jens Scholz [Mitglied] E-Mail
Der letzte Satz bezieht sich darauf, was die Medien als Problem erkennen.
09.07.12 @ 13:06