.. ihr menschen seid komisch

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In Antwort auf: Die Angst der Linken vor der Partei

Kommentar von: Casus [Besucher]

Casus

@Arnold Schiller Der komplette Sinn der PARTEI ist diese Lücken auszunutzen, und dies zugleich zu publizieren, dann dadurch, muss der Gesetzgeber diese Lücken schließen, oder es werden alle machen. Sonneborn konnte nicht rotieren, da das Parlament diese Schwachsinnsverordnung, welche vorher in geringerem Maße von anderen Parteien genutzt wurde, stark eingeschränkt wurde, es hat genauso beim Geldverkauf funktioniert. Es wird gemacht, um diese Lücken zu schließen, und ohne eine Großzahl an sitzen ist dies nur durch Ausnutzung möglich. Wenn man nach dem Verhältnis von herbeigeführten Änderungen zu Abgeordnetenanzahl geht, ist die PARTEI vermutlich die effektivste PARTEI Deutschlands.

@Jensscholz Ich stimme dir zu, vor allem, da nach meiner Persönlichen Erfahrung (Ich bin zwar kein PARTEI MItgleid, geistere jedoch häufiger in deren Umfeld herum), es oftmals eben Leute wie Alleinerziehende, Leiharbeiter, Arbeitslose etc. die in der PARTEI aktiv sind, und auch diese wählen, jedoch erst nachdem sie einmal das Konzept der PARTEI erklärt bekommen haben. In meinem Umfeld gibt es zwischen quasi niemanden mehr, der nicht zumindest mit der PARTEI sympathisiert, ebenso in meiner Familie. (Student, viel auf Konzerten/Festivals, Gaming/eSports und Lokalfussball sollten den Großteil meines Umfelds beschreiben, in der Familie kommt alles vor, von Unternehmern über Polizisten zu Krankenschwestern und Justizvollzugsbeamten alles dabei)

Selbstverständlich ist ein Sympathisant nicht gleich ein Wähler, und ich werde die PARTEI vermutlich auch nicht wählen, aber es ist zumindest ein potentieller Wähler. Wenn man diese Leute fragt, warum sie die PARTEi mögen, kommt selten die Antwort: “Weil sie lustig ist", sondern oftmals Bewunderung für die eine oder andere Aktion (z.B. Geldverkauf) und die kreative Art, auf die mit wenig Einfluss viel bewirkt wird, sowie die Art, auf die Themen in den Diskurs gebracht werden.

18.09.17 @ 02:56

In Antwort auf: Die Angst der Linken vor der Partei

Kommentar von: [Mitglied]

Es ist ja schön, dass Du so viele Kritikpunkte an der Partei findest, aber das ist gar nicht mein Thema. Mein Thema ist, dass ein Autor der taz es sich mit einem blöden Trick so einfach macht, Wähler einer kleinen Partei zu verachten, dass er keine echten Argumente mehr benötigt, die sich mit der Partei auseinandersetzen. Der “Strohmann” ist das wohlfeile Bild des Wählers, das er entwirft.
Insoweit finde ich Deine Herangehensweise tatsächlich erfreulich: Du schaust Dir an, was Die Partei tut und formulierst daraus eine Wertung. Damit kann man dann auch in eine echte Diskussion gehen (zB. könnte man darauf verweisen, dass Sonneborn tatsächlich den Plan, den Sitz rotieren zu lassen, aufgeben musste und das auch beizeiten öffentlich erklärt hat, weil das natürlich nicht erlaubt ist - denn ein EU-Parlamentssitz ist personengebunden). Was ich aber gerne anderen überlasse, denn mein Artikel ist keine Verteidigung der Partei, was ich Dir auf Twitter ja auch schon mehrfach versucht habe, zu erklären.

17.09.17 @ 09:01
Arnold Schiller

“Wir werden versuchen, monatlich zurückzutreten, um 60 Parteimitglieder durchzuschleusen durch das EU-Parlament. Das heißt, dass jedes dieser Mitglieder einmal für 33.000 Euro im Monat sich Brüssel anschauen kann und dann zurücktritt und noch sechs Monate lang Übergangsgelder bezieht. Wir melken also die EU wie ein kleiner südeuropäischer Staat” Martin Sonneborn bei seinem Einzug in das Europaparlament. Ich habe ihm schon damals nicht geglaubt. Die Spenden vom Titanic Verlag an die Partei hörten mit seinem Einzug auch auf. Wir haben tatsächlich ein System, dass die Amtsinhaber gegenüber anderen ehrenamtlichen Politikengagierten enorm privilegiert. Die Partei war solange glaubwürdig, solange sie die Spielregeln durchbrochen hat. Die Verlockungen des Systems waren aber letztlich zu groß. Es ist die gleiche Selbstbedienung wie sie in den etablierten Parteien stattfindet. Letztlich hat es auch bei den Grünen nicht zu einer Mandatsrotation geführt, nur wollten die Grünen damals noch Politik machen. In gewisser Hinsicht habe ich mehr Respekt vor der MLPD die seit Jahrzehnten mit Großspendern immer wieder antritt als vor “Die Partei". Und nein ich würde auch die MLPD nicht wählen, aber deren Eintreten für ihre Ideen nötigt mir Respekt ab.

Die Partei hätte mein Respekt, wenn sie nicht genauso käuflich wäre wie jede andere Partei. Und mit käuflich meine ich nicht nur Geld, sondern auch die Verlockungen der Mandate. Ich habe gerade eine Parteigründung hinter mir und musste schon in der Gründungsphase erleben, wie das Hauen und Stechen um Listenplätze losging. Hier wurde das Fell des Bären verteilt, bevor es überhaupt auch nur annähernd erlegt ist. Ich befürchte da gibt es so eine äffische Hackordnung. Die Politik ist damit durchzogen, dass wenn wir Anthropologen hätten, die keine Menschen wären und uns von außen betrachten könnten, möglicherweise witzige Gesetze daraus machen könnten.

Was Deutschland anbelangt, ist ein rationales Denken und eine rationale Wahl wohl unmöglich. Die Masse wählt gefühlsgesteuert. Ein Dobrindt ist als Direktkandidat gar nicht rational erklärbar, dennoch möchte ich wetten, dass er seinen Wahlkreis gewinnt.

Linke mögen von Haus aus progressiver und intelligenter sein als konservative und somit mag sich die Kritik an “Die Partei” von linker Seite ergießen. Dennoch ist es alles andere als ein Strohmann. Das Fehlverhalten der “Die Partei” lässt sich auch objektiv nachweisen. Wird aber Ihnen nicht schaden. Ich bin mir sicher, dass der Wähler nicht so weit denkt.

17.09.17 @ 00:20

In Antwort auf: Die Angst der Linken vor der Partei

Kommentar von: [Mitglied]

Naja, das ist das Problem mit der heutigen asynchronen Dialektik, die in den Medien inzwischen normal ist: Wer zuerst was behauptet, hat erst mal Recht, egal wie unbewiesen die Behauptung ist. Wer das kritisieren will, soll quasi erst mal die Arbeit dessen machen, der die Behauptung aufgestellt hat und mit Fakten “beweisen", dass diese Behauptung nicht stimmt. Darauf zu verweisen, dass die Behauptung selbst gar nicht auf Fakten basiert, reicht in dieser Art der Diskussionsführung nicht mehr - sollte aber eigentlich. Das ist mir bewusst, aber ich habe keine Lust, nach diesen gezinkten Regeln zu spielen.

16.09.17 @ 22:33

In Antwort auf: Die Angst der Linken vor der Partei

Kommentar von: [Mitglied]

Maike: Es geht mir auch gar nicht darum, zu erklären, wer die tatsächlichen Wähler sind sondern darum, dass seine Beurteilung nur mit diesem selbstgebauten Strohmann funktioniert. Wer die wirklichen Wähler der Partei sind, weiß ich nämlich genausowenig wie der taz-Autor. Ich stelle ihm nur eine andere Behauptung entgegen und schon funktioniert sein Urteil nicht mehr.

16.09.17 @ 14:48

In Antwort auf: Die Angst der Linken vor der Partei

Kommentar von: Maike [Besucher]

Maike

Hallo,
ja, da bin ich sehr dabei. Was ist dass den für eine absurde Diskussion? Zu der These “vielleicht wählen ja auch viele marginalisierte/Prekarisierte die Partei” - Finde ich gut, glaube aber, dass es zumindest nicht hauptsächlich die Marginalisierten sind. Oder es ist ja zum Teil auch nicht so klar abgegrenzbar.

16.09.17 @ 14:20

In Antwort auf: Die Angst der Linken vor der Partei

Kommentar von: Mutter [Besucher]

Mutter

Nein, es gab in den letzten Jahren im Bundestag keine linke Mehrheit. SPD, Grüne und Linke sind allesamt nicht links, sonst würden sie doch mehr von der Gleichheit aller Menschen halten. Außerdem hoffe ich doch sehr, dass wir bei der kommenden Bundestagswahl mindestens 0,5% erreichen und so wenigstens ein bisschen von der Parteienfinanzierung profitieren dürfen, die sich SPD, Grüne und Linke gern großzügig und ohne jegliche Wimpernzuckungen einstreichen, wie es sich für anständige Großkapitalist*innen gehört. Ich gehöre übrigens zum KV Dresden, bin somit also ganz besonders verhasst.

16.09.17 @ 13:35
Ulf Hundeiker

Vor allem keine echten Probleme. Ich bin Vorsitzender des KV Münster und ich habe - wie etliche andere Genossen - mit Sicherheit einige Probleme mehr als die Wohlstandskinder der taz und ihrer Leser. Chronisch schwer krank, als Mindestlohnempfänger ausgebeutet und mit der Perspektive Altersarmut.

16.09.17 @ 09:39

In Antwort auf: Die Angst der Linken vor der Partei

Kommentar von: LHME [Besucher]

LHME

Genau meine Gedanken beim lesen der ganzen Beiträge. Seit Jahren tritt man in Linken Kreisen die eigenen Leute weil sie nicht 100 prozentig die selben Ansichten teilen. So müssen wir uns auch keine Gedanken machen was man verändern könnte wenn man zusammen hält. Lieber die Vorhaben Gleichgesinnter zerreißen, weil man es auch anders machen könnte.

15.09.17 @ 16:58

In Antwort auf: Liebes Tagebuch (Mai)

Kommentar von: Oliver Gassner [Besucher]

Oliver Gassner

Das Link von Xing aus via App(?) wird hier als Spam gewertet. Weil du feedback wolltest. ;)

23.08.17 @ 14:23

In Antwort auf: Fünf Tips zum Umgang mit Trollen

Kommentar von: Andreas Stein [Besucher]

Andreas Stein

finde ich eine perfekte Anleitung, wenngleich wir seit Harry Potter eigentlich alle wissen sollten, wie man mit Trollen umgeht. Schade nur, das dieses Wissen keinen Eingang in die Gruppe der schwer bildbaren und Korumpierten (also Medienverantwortliche und Politiker) findet - dann wären IS, Kim Yong, Trump und Konsorten schon längst kein Thema mehr.

20.08.17 @ 10:46

In Antwort auf: Fünf Tips zum Umgang mit Trollen

Kommentar von: Rüdiger von Gizycki [Besucher]

Rüdiger von Gizycki

Werde diese Seite jetzt öfter auch auf gutefrage.net posten. Da wimmelt es von Trollen in einem bestimmten Bereich. Habe mir daher auich ein lesezeichen hierfür gesetzt.
Ich bedanke mich daher für diese wirklich gute Hilfe.

19.08.17 @ 23:21
XiongShui

“Anhaftungen sind es, die Leiden schaffen” lehrte einst Buddha.

Er erkannte, daß das Leben uns erst frei von Leiden sein lässt, wenn wir uns nur um das Jetzt, den Augenblick, kümmern. So hinterlassen wir zwar Spuren auf dem dem einzigartigen Weg, der “unser Weg” ist, doch was mit diesen Spuren geschieht, sollte uns nicht kümmern. Er und die Patriarchen seiner Lehre haben ihre Spuren in Form von Lehrgesprächen hinterlassen, an die wir nicht rühren, sie werden seit zweieinhalbtausend Jahren bewahrt und weitergegeben.

Die digitale Welt - viel zu oft fälschlich als virtuelle Welt bezeichnet - bietet uns allen die einzigartige Möglichkeit, Spuren als Vermächtnis zu hinterlassen, die sonst nur den “Großen” vorbehalten war. Jeder, der das möchte, kann sich diese Spuren ansehen, ihnen vielleicht ein Stück weit folgen - oder aber sie fliehen, weil sie ins Verderben führen.

Diese Spuren sind ein Vermächtnis, ein Geschenk an die Welt. Darum sollten sich Manipulationen daran von vornherein verbieten.

Jeder Eingriff in “den digitalen Nachlass” wäre ein Angriff auf die Würde desjenigen, der ihn hinterlassen hat. Ja ich weiß, manchmal schreibt man etwas dahin, was man möglicherweise bereut, doch wenn der Autor es später nicht gelöscht oder korrigiert hat, steht es uns, seinen Nachfolgern nicht zu, daran etwas zu verändern - oder etwa sein ganzes digitales Sein auszulöschen.

Wir werden noch lernen müssen, auch das zu ertragen, was uns nicht “richtig", unschön oder kränkend erscheint. Wir werden lernen müssen, den digitalen Nachlass genauso zu achten und zu schätzen, wie die Person, die ihn hinterließ.

Das ist eine neue Situation, mit der der Umgang noch nicht eingeübt ist, denn die Möglichkeit, sich der ganzen Welt auf digitalem Wege mitzuteilen steckt ja noch in den Kinderschuhen. Wir stehen erst am Anfang dieser großartigen und urdemokratischen Möglichkeit, unsere Gedanken, unser Leben, unser ganzes Sein mit der Welt zu teilen. Und das eben nicht nur für Denker, Dichter, Politiker - sondern für jeden Einzelnen. Ein jeder Mensch ist heute in der Lage, sein Sein auf digitale Weise zu hinterlassen und zu verschenken.

Wir sollten dies achten und nicht daran rühren - genau wie wir den Leichnam des Menschen achten und ihn nicht beschädigen.

19.08.17 @ 14:19
JoHannes

Intelligente Messsysteme mit Steuerungsschnittstellen (CLS-Schnittstelle) sollen künftig dazu beitragen, Lasten und Erzeuger flexibel in den Energiemarkt einzubinden. Darüber hinaus kann dieselbe Schnittstelle genutzt werden, um Kundenanlagen stärker in die Netze zu integrieren. Der CLS-Operator unterstützt Sie bei diesen Anwendungen: http://www.goerlitz.com/cls-operator.html

06.07.17 @ 09:56

In Antwort auf: Liebes Tagebuch (Mai)

Kommentar von: da]v[ax [Besucher]

da]v[ax

Ah, ich hatte den Podcast “überlesen". Werde da mal reinhören.

01.06.17 @ 08:15