.. ihr menschen seid komisch

Neueste Kommentare

In Antwort auf: Liebes Tagebuch (Mai)

Kommentar von: da]v[ax [Besucher]

da]v[ax

Ah, ich hatte den Podcast “überlesen". Werde da mal reinhören.

01.06.17 @ 08:15

In Antwort auf: Die Geister der re:publica

Kommentar von: Joas [Besucher]

Joas

Das ist ein gutes Vorhaben! Im Vorfeld der diesjährigen re:publica hab ich mir genau diese Frage gestellt: Werde ich hier ein bisschen was von Johannes finden, zu dessen Tod ich mir auch ein paar Zeilen abgerungen habe? Als ich dann Eure Plakate entdeckte, hab ich mich gefreut: Nicht nur Business as usual, sondern zumindest eine kleine Spur von jemanden, der Spuren hinterlassen hat.

13.05.17 @ 16:09
Echse27

Hallo zusammen,

meiner persönlichen Meinung nach ist der Wahlerfolg Trumps nicht gänzlich auf diese Methoden zurückzuführen, aber ich denke, dass sie nicht unwesentlich dazu beigetragen haben.
Aus meiner Sicht entwickeln sich die meisten Menschen innerhalb ihrer Länder zunehmend zu “Schafherden” –> Denn jeder tut, was jeder tut. Es ist auch in meinem direkten Umfeld (unter arger Sorge) zu beobachten, dass die meisten Menschen Facebook, Google+ und Co. zunehmend ernster nehmen. Zitat: “Das stand bei Facebook, dass muss stimmen!” solche oder ähnliche Aussagen werden zur Zeit immer häufiger getätigt. “Jeder” nutzt WhatsApp, Facebook, Twitter und Co. aber keiner macht sich Gedanken darüber, was dort im Hintergrund passiert. Egal, ob Daten für irgendwelche Studien oder personalisierte Werbung verwendet werden. Den Meisten fällt es wahrscheinlich nicht mal auf. Aber die Beispiele aus dem genannten Artikel sind doch sehr beängstigend, z.B. das Bsp. mit dem ängstlichen Waffengegner und dem Waffenbeführworter… Dem einen wird ein Bild mit einem Dieb gezeigt und dem Anderen ein Bild mit 2 Menschen auf der Entenjagd. Wenn man sich einmal die Mühe macht und sich diesem Vergleich unterzieht, dann spürt man ziemlich schnell, dass sich da etwas regt.
Die Menschen, die nicht darauf achten und gedankenlos unterwegs sind, und dass sich mit Sicherheit die Meisten, werden dann mit diesen Bildern, Nachrichten und / oder Videos beeinflusst, ob sie es wollen oder nicht.

Nur meine persönliche Meinung.

20.01.17 @ 15:33

In Antwort auf: Die Rückkehr der Bullies

Kommentar von: Kristof [Besucher]

Kristof

Du bringst da einen wichtigen Punkt, den ich voll unterstütze: Eine sehr gute Plattform für Diskussionen war die Blogs. Dort war viel möglich, es gab aber immer einen Hausherren. Vor dem wollte man natürlich nicht doof aussehen und hat sich halbwegs gesittet mit dem Thema auseinandergesetzt. Und wenn nicht, hat der sein Wohnzimmer schon in Ordnung gehalten.
Blogs sind leider tot. Was wir jetzt haben, sind von der Bedienbarkeit vielfach überlegene Plattformen. Leider bieten sie gleichzeitig keinerlei persönliche Bindung.
Das ist vermutlich der Zyklus jeder Kommunikationsform, die kommerziell genutzt werden kann. Ich bin da eher pessimistisch …

16.01.17 @ 15:37

In Antwort auf: Fragebogen 2016

Kommentar von: Peter [Besucher]

Peter

Vor ein paar Jahren habe ich in wesentlichen Zügen den Fragebogen von dir übernommen und bin gerade in den finalen Zügen für 2016.
Natürlich lese ich jedes Mal mit Begeisterung, was, wohin und wie es dich umgetrieben hat, vor allem, da wir es immer noch nicht geschafft haben, uns mal über einem Kaffee persönlich was zu sagen :-D

Und mal abgesehen von der gegenwärtigen Grippe (Übereinstimmungen, die jetzt wirklich keine/r braucht) war mein Eindruck beim Zusammenstellen genau derselbe - privat ein fantastisches, gesellschaftlich/global ein eher erschreckendes Jahr.

Hab ein schönes Fest und ein auf allen Ebenen wunderschönes Jahr 2017.
<3

22.12.16 @ 20:04

Ok. Nochmal: Ich habe überhaupt keine umfassende Analyse des Originalartikels schrieben wollen und habe es auch nicht gemacht. Ich habe die zwei mir wichtigen Aspekte (CAs Targeting Technik habe Brexit/Trump den Durchbruch gebracht und der unwidersprochene quasi Automatismus mit der ein Mensch nur das Richtige gesagt bekommen muss um gegen seine eigene Überzeugung zu handeln) aufgegriffen und kommentiert, die m.E. in dem Artikel durch seine Dramaturgie und Weglassen von wichtigen Differenzierungen ein viel zu großes Gewicht und damit eine unangemessene implizierte Bedeutung transportiert. Dass ich andere Aspekte des Artikels nicht betrachte bedeutet weder, dass es die nicht gibt noch dass die unwichtig sind. Darüber haben inzwischen auch andere geschrieben, so dass es auch nicht notwendig ist, das noch mal aufzugreifen.

22.12.16 @ 10:43

In Antwort auf: Fragebogen 2016

Kommentar von: [Mitglied]

Danke. Ich hab tatsächlich kurz überlegt, ob ich das alles etwas weniger begeistert schreibe, dachte mir dann aber, dass ich an dieser Stelle auch schon oft genug ziemlich herumgejammert habe.

21.12.16 @ 15:00

In Antwort auf: Fragebogen 2016

Kommentar von: Franziska [Besucher]

Franziska

.

(Es wird ja einfach zu wenig kommentiert und ich freue mich einfach sehr, dass du ein so gutes Jahr hattest.)

20.12.16 @ 09:09

In Antwort auf: Hat ein Big Data Psychogramm Trump wirklich den Sieg gebracht?

Kommentar von: Wolfgang Scholl [Besucher]

Wolfgang Scholl

Beide, der Originalartikel und der Kommentar von Jens Scholz wollen überdeutlich sein und liefern Angriffspunkte. Scholz macht das mit der Gegenüberstellung: Feste Meinung versus volatile; dazwischen gibt es aber ein breites Spektrum und da sind die Wirkungen zu finden. Sie bestehen in Bezug auf die US-Wahl vor allem darin, dass viele Wahlberechtigte oft nicht wählen, weil sie verschiedene und eher diffuse Meinungen im Kopf haben, was sie in ihrer Entscheidung lähmt. Gelingt es nun, bestimmte Aspekte davon zu verstärken durch zielgenaue Ansprachen, dann treten andere Meinungen und Interessen in den Hintergrund, mögliche Folgen des eigenen Verhaltens werden nicht gesehen und die Betreffenden wählen einseitig, d.h. auch gegen eigene Interessen, was ihnen aber nicht klar wird. Das unerwartet viele Frauen, Latinos und Afro-Amerikaner Trump gewählt haben, ist ein Indiz dafür.
Richtig ist auf jeden Fall , dass die Psychologie viele Mechanismen kennt und genau erforscht hat, wie man Menschen beeinflussen kann, auch gegen ihren “eigentlichen” Willen, nachzulesen etwa bei Cialdini: Die Psychologie des Überzeugens (engl. Titel ist genauer: Influence). Sehr gut das Argument von Jörg: “Qualität und Quantität des Targetings unterscheiden sich also von älteren Versuchen.” Die Kernbotschft des “Bombenartikels” ist klar und ist m. E. wissenschaftlich gut belegbar: Wirtschaftliche wie politische Werbung wirkt, raffinierte Werbung wirkt noch mehr und je mehr man über bestimmte Menschen(gruppen) weiß, umso raffinierter kann man werben.

19.12.16 @ 12:32

Ihr interpretiert meine Aussage in Extremstandpunkte um. Auch hier: Das was ihr unterstellt, was ich gemeint hätte und dann angreift habe ich nicht gesagt und ist somit eine Strohmannargumentation.
Noch mal mein Punkt ist dieser aus Sascha Lobos aktueller Kolumne:
“Der eingangs erwähnte Artikel über Donald Trumps Datensieg ist gar nicht grundsätzlich falsch und skizziert in der Tat eine problematische Entwicklung. Er setzt bloß auf die Wirkung des magischen Digitalismus beim Leser. Er unterstellt nämlich, dass man den datenseitig herausgefundenen Personen nur eine datenseitig individualisierte Botschaft auf Facebook zeigen müsse, und schon handelten sie in Scharen, wie es sich der Absender wünscht. Als sei Manipulation via Maschine heute ein Klick-Klack-Kinderspiel, weil die Maschine, also Magie.”
Und nicht, dass Targeting nicht funktioniert. Siehe mein P.S. Alle anderen Interpretationen sind eure eigenen, auf die muss ich nicht antworten, denn sie bilden nicht meine Meinung ab.

08.12.16 @ 20:22
kurzundknapp

Der Kommentar “04.12.16 @ 15:01″ ist besser geschrieben als der Originalartikel: viel klarer und kürzer. Aber leider (wie der Originalartikel) inhaltlich falsch.

1. “damit der von CA behauptete Zaubertrick funktioniert, der Mensch als eine einfache maschinelle Cause-and-Effect Maschine funktioniert. Aber das tut er nicht.”
Na, da kann die ganze psychologisch Forschung wohl noch viel von jensscholz lernen. ;) Im Ernst: es sind viele Mechanismen bekannt, mit denen man das Verhalten von Menschen beeinflussen kann.

2. “Selbst wenn ich die besten Laborbedingungen hätte und die Umwelt ausschalte, wird sein Verhalten nicht von mir gesteuert werden können.”
Das ist vielleicht der Kern des Denkfehlers: man muss doch niemanden steuern, um den Ausgang einer Wahl zu beeinflussen. Es reicht, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Verhalten zu erreichen bzw zu verhindern. Konzerne würden Milliardensummen sinnlos verplemperen, wenn zB Werbung sowas nicht könnte.

3. “… aufzeigen will, dass CAs Behauptung, sie hätten ein Wahlergebnis herbeigeführt, nicht stimmt.”
In dem zitierten Artikel findet sich diese Behauptung doch gar nicht. Pfui.

08.12.16 @ 16:05
Frechheit

“Man braucht ein magisches Weltbild, um an eine Formel zu glauben, die mathematisch das Wort errechnet, das man einem Menschen sagen muss, damit er plötzlich und willenlos seine Meinung ändert.”

Ist das perfide oder einfach nur blöd? Es reicht doch, die Wahlbeteiligung im Trump-Lager leicht zu erhöhen, und im Clinton-Lager etwas zu verringern. Wenn man mit Werbung Menschen dazu bringen kann, bestimmte Produkte zu kaufen, wer kann dann bezweifeln, dass man die Teilnahme an politischen Wahlen beeinflussen kann?

“Wie kommen Menschen immer wieder auf die irgendwie religiös mathematikhörige Idee, dass man menschliches Verhalten derart leicht kategorisieren, vorhersagen und dann sogar steuern könnte?”

Viele kennen aus ihrem eigenen Leben Beispiele dafür, dass das Verhalten von Menschen antizipiert oder beeinflusst wurde. Ansonsten empfiehlt sich die Lektüre psychologischer Fachliteratur.

Kleine Zugabe als Denkanstoß über den eigenen Schreibstil: Wie kommen Menschen immer wieder auf die irgendwie debil selbstglorifizierende Idee, dass ihr Verhalten nur ihrem eigenen Verstand und Willen unterliegt, ungerührt von allen äußeren Einwirkungen, und unvorhersehbar in seiner göttlichen Freiheit?

08.12.16 @ 00:41

Abdiel: Ich habe nach der Veröffentlichung an den Twitterreaktionen bemerkt, dass es schwierig ist, eine These anzugreifen und damit nicht automatisch als jemand wahrgenommen zu werden, der die komplett konträre Position einnimmt (siehe auch Hardy). Ich hab versucht, dem mit dem P.S. entgegenzuwirken. Ich glaube, wir sind nicht sehr weit auseinander in der Einschätzung der Situation. Ich bin zB durchaus für einen sehr bewussten Umgang mit Daten und schreibe auch schon seit einigen Jahren regelmäßig über die m.E. wesentlich realeren Gefahren von Datensammeleien.

07.12.16 @ 23:29

@Hardy:
Warum ich drüber schreibe? Weil ich drüber schreiben wollte. Und zwar genau über die Aspekte, über die mir wichtig war zu schreiben. Das ist ungefähr immer so, wenn ich was poste.
Dass Du hier irgendeine Entwicklung siehst, die ich anders sehe ist mir bewusst und find ich nicht schlimm.
Ich erkenne an Deinem Kommentar auch, dass Du Dir eine bestimmte Meinung darüber gebildet hast, wie ich das wohl sähe, was die Sache etwas verkompliziert, denn offensichtlich irrst Du Dich da. Das hängt wohl damit zusammen, dass Du eine Polarität mit zwei totalen Gegensätzlichkeiten aufbaust. Da gibts dann nur noch 2 paar Schuhe: Deine und das andere Paar. Ich habe aber gar kein großes Interesse, das zurechtzurücken. Auch so ne Macke von mir: Schuhe einfach stehenlassen, die man mir hinstellt, wenn sie mir nicht passen.

07.12.16 @ 23:19
Abdiel

Dann interpretieren wir den Artikel grundsätzlich verschieden. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Wahl durch den im Artikel beschriebenen Ansatz nicht manipuliert wurde, darin sind wir uns grundsätzlich einig. Der Versuch die Wahlentscheidung von Menschen zu beeinflussen, erreicht aber in der realisierten Dimension und dem umfassenden Ansatz meinesachtens eine neue Qualität. Vor dem Hintergrund sehe ich lediglich einen Beitrag der zwar etwas zu viel Spannung erzeugen möchte, aber nicht grundsätzlich falsch ist. Ob das blumige und übertreibende Zitat jetzt unbedingt die ideale Überschrift darstellt, kann natürlich getrost bezweifelt werden.

07.12.16 @ 17:29
hardy

> Diese Sensationslust und der Grusel vor dem übermächtigen
> Datenmoloch im Hintergrund interessiert mich nicht sonderlich.
> Und ich bin ganz sicher nicht derjenige der belegen muss,
> dass ein Schreckgespenst nicht existiert.

dumme frage: und warum postest du dann zum thema?

es geht zudem icht um ein “schreckgespenst", es geht um eine absehbare entwicklung, die sich gerade viele gerne selbst wegreden würden. hauptsache mal was cooles dazu geposten, ein bißchen “mabuse” reingemixt.

es gibt bei neuen entwicklungen immer zwei wiederkehrende “figuren", die einen, die, die die sache ernst nehmen, weil sie sich etwas vorstellen können … und andere, die sich darüber lustig machen, daß andere so was ernst nehmen können.

hat mich ind en 80ern nichtd avon abgehalten, einen ti 99/4a in den griff kriegen zu wollen … als meine freunde noch fragten “und was machst du da?” “ich pogrammiere eine adressdatenbank” und sie mir kichernd ihre kalender unter die nase hielten mit “guck ma’ - braucht nicht mal strom".

heute haben die alle ein smartphone (ich nicht, aber das ist halt so eine meiner ziemlich dummen ideen

http://hinterwaldwelt.blogspot.de/2014/09/ziemlich-dumme-ideen.html”

in diesem sinn, jens, hast du mir mit deiner post nur deinen kalender unter die nase gehalten …und eben eine post verfasst, die sagt “kann ich mir nicht vorstellen".

solltest du aber.

07.12.16 @ 15:56

Ich kann dazu nur noch mal Anmerkungen machen:
1. Es geht mir überhaupt nicht um grundphilosophische Überlegungen sondern ganz konkret um die mit dieser hübschen failed-Hero Story verkauften Behauptung, man könne über Psychogramme extrem individualisierten und ausgesteuerten Content eine Wahl “manipulieren". Manipulieren bedeutet für mich: Menschen zu Handlungen bringen, die sie eigentlich nicht tun wollten. Das ist das, was ich für esoterischen Bullshit halte. Darum ging es im Zitat.
Das mit den Wahlhelfern ist das andere wovon ich sprach: Diskutieren, überzeugen, versprechen. Natürlich funktioniert das bei Menschen, die sich noch ihre Meinung bilden wollen und das halte ich für eine völlig in Ordnunge, legitime (und keineswegs neue) Wahlkampfmethode. Dass ich mir als Wahlkämpfer nen FC Köln Schal anziehe wenn ich weiß dass an der Adresse ein FC Köln Fan wohnt kann mir zwar einen kleinen Rapport-Vorteil verschaffen, aber wird am Ende null Einfluss darauf haben, was derjenige am Ende zu meiner politischen Werbung sagen wird.
2. “Lass mal steuern außen vor". Nein, lass ich nicht, weil das das wichtige Wort in diesem Satz ist. Weil Du es weglässt, baust Du einen Strohmann, den Du angreifen kannst. Das ist aber nicht, was ich geschrieben habe. Ich habe “steuern” geschrieben und meine “steuern". Und selbstverständlich geht es darum: Einer “Bombe” kann man nicht entkommen. Selbstverständlich ist das das kolportierte Narrativ des Textes, die ganzen Leute, die den Artikel mit “das ändert alles!” geteilt haben, haben das genau so verstanden.

06.12.16 @ 15:07