.. ihr menschen seid komisch

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fr.osch

Der Hinweis zum 3. Reich sollte auch nur der kulturhistorischen Einordnung dienen. Die Erfolgsgeschichte der Einbahnstraßenmedien beginnt nunmal dort. Damit wollte ich keineswegs suggerieren, dass wir hier in Deutschland auf dem Weg in ein totalitäres Regime wären, und auch ich habe großes Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Medien, manchmal sogar mehr als in die privaten (so z. B. bei den Themen Urheberrecht und Leistungsschutzrecht).

Wenn wir aber mal über die Grenzen zu den Nachbarn schauen, werden wir erschreckt feststellen, welche Auswirkungen es hat, wenn solche Medien gleichgeschaltet werden: Z. B. in Ungarn, oder in Italien (damals mit Berlusconi), in Polen… das ist nicht lustig und betrifft uns indirekt natürlich auch (z. B. über die EU).

Dezentrale Dienste sind sicher eine gute Idee, aber ohne eine entsprechende Beteiligung funktionieren sie nicht, weil sonst die Ressourcen fehlen (redundante Datenhaltung, Rechenleistung, Suchalgorithmen). Das lässt sich alleine durch Freiwillige kaum stemmen, auch nicht durch Spenden für eine Cloud. Milliardenschwere Konzerne (v. a. finanziert durch Investoren) sind da mit riesigen Serverfarmen einfach im Vorteil, nicht zuletzt auch beim Lobbying (Arbeitsplätze!). Außerdem lassen sich solche verteilten Dienste natürlich auch sabotieren bzw. unterdrücken - oder manipulieren. Der Kampf gegen P2P-PLattformen ist legendär, und Kryptowährungen sind auch ein schlechtes Beispiel. SPAM wäre sicher auch ein Problem…

Dass die Plattformen auch heute schon mit dem Usercontent machen, was sie wollen, ist schon richtig, aber es sind deren eigenen Hausordnungen, die sind halbwegs berechenbar, und wenn die meine Inhalte nicht wollen, gehe ich eben woanders hin. Da gibt es ja Konkurrenz. In Zukunft wird aber die Filterung durch den staatlichen Zwang vereinheitlicht, geradezu standardisiert. Dann wird überall dasselbe gefiltert… zumal die Filtersysteme voraussichtlich von nur sehr wenigen Anbietern stammen werden, weil die Entwicklung sehr aufwendig ist.

Europa ist auf den Weg hin zu einem abgekapselten europäischen Internet, das mit den Internet im Rest der Welt nicht mehr viel zu tun hat. Das ist tragisch… die europäischen Bürger haben was Besseres verdient.

21.03.19 @ 16:32

Ich stimme Dir größtenteils zu. Im Detail möchte ich aber die heilsbringende Funktion von Plattformen ein gutes Stück relativieren, denn erstens filtern diese jetzt schon massiv. D.h. die Verordnung ändert da faktisch gar nicht mal viel und ich halte die Auswirkungen auf Plattformen daher für relativ gering - die Schwierigkeiten, die durch die Anwaendung von Artikel 13 befürchtet werden sind eigentlich schon längst da, ohne dass es dafür eine Richtlinie oder ein Gesetz geben muss - Usercontent ist schon jetzt massiv der Willkür der Plattformbetreiber ausgesetzt.
Zweitens vergessen wir gerne und regelmäßig bei jedem Anlass der letzten 25 Jahre, der das Ende des Internets beschworen hat, die Resilienz des Systems. Wir reden hier über den obersten Layer - den Anwendungslayer - des OSI-Modells. Das ist aber der, auf dem es immer wieder neue Lösungen gab und gibt, die Kommunikation wieder fließen zu lassen. Wenn Plattformen nicht mehr funktionieren, gehen wir eben in die dezentralen Dienste. Was evtl sogar eine gute Entwicklung ist, die von Artikel 13 angefacht wird. Das will ich nur nicht allzu laut propagieren, man muss die Politiker und Verlage ja nicht mit der Nase drauf stoßen, dass Plattformen nicht das Internet sind sondern nur eine von zig Distributionswegen für kreativen Content ;-).
Des weiteren ein Hinweis zum 3. Reich: Sorry, aber wir sind hier in Deutschland wirklich sehr weit entfernt von staatlich gelenkter Propaganda, dafür haben nach dem Krieg Gesetze - gerade in Erinnerung daran, was passieren kann - gesorgt. Gerade die durch die vor politischem und wirtschaftlichem Einfluss geschützte Gebührenfinanzierung sehr unabhängigen öffentlich rechtlichen Sender sind eine Errungenschaft, die man gar nicht hoch genug preisen kann.

19.03.19 @ 18:50
fr.osch

Das sogenannte konservative Verständnis davon, wie Medien funktionieren, ist auf eine Art rückwärtsgewandt, die kaum zu ertragen ist. Denn dabei werden die Medien als Einbahnstraßen verstanden, die ihre Inhalte verkünden, während der Bürger passiver Konsument ist, der nur noch die Wahl zwischen verschiedenen Programmen hat.

Die elektronischen Massenmedien haben ihren Ursprung im 3. Reich. Hitler hat als erster erkannt, welche Macht sie haben, und hat deshalb dafür gesorgt, dass jeder Haushalt mit einem Volksempfänger ausgestattet wurde, um darüber dann Propaganda zu verbreiten. Die “Erfolge” sind bekannt.

Die Möglichkeiten des Internets und insbesondere der sozialen Plattformen sind hingegen die erste echte Demokratisierung der Massenmedien, denn sie erlauben erstmals eine umfassende Teilhabe aller. Diese besonderen, neuen Freiheiten müssen erkauft werden durch die Einschränkung anderer Rechte, das ist zweifellos richtig - aber angesichts des demokratischen Freiheitsgewinns in einem gewissen Rahmen zweifellos hinnehmbar, zumal Kompensationsmechanismen möglich sind, die die neuen Freiheitsrechte nicht beeinträchtigen.

Auf jeden Fall muss eine demokratische politische Diskussion über die Funktionsweise der internetbasierten sozialen Medien diese speziellen neuen Freiheiten angemessen berücksichtigen. Ein Beharren auf bisherigen Kommunikationsformen und die kompromisslose Durchsetzung tradierter Schutzrechte alleine wird dem nicht gerecht. Eine Neugestaltung von Schutzrechten und ihrer Durchsetzung ist unvermeidlich und darf keineswegs zulasten der neuen Freiheiten gehen. Das Urheberrecht darf nicht über den grundlegenden demokratischen Grundrechten stehen, sonst wird es selbst wertlos, denn sein Bestand hängt wesentlich von einem Funktionieren der Demokratie ab.

Als unser Grundgesetz geschrieben wurde, konnte niemand ahnen, dass es eines Tages Medien geben würde, die derartige Freiheiten ermöglichen. Das ist dann auch der Grund dafür, dass sie nicht hinreichend ausdrücklich berücksichtigt sind. Aber aus den vorhandenen Grundsätzen lässt sich zweifellos ein Schutz auch der neuen Freiheiten zur demokratischen Teilhabe in sozialen Medien ableiten. Der Schutz dieser neuen Freiheitsrechte ist essenziell für die Weiterentwicklung der Gesellschaft, wir dürfen uns nicht vor diesen Möglichkieten verschließen, die ansonsten nämlich weltweit Fortschritt bringen. Das Urheberrecht darf nicht als Ausrede herhalten, um Fortschrittsängsten zu folgen. Wir müssen uns aktiv um diesen offensichtlichen Fortschritt bemühen, wenn wir keinen echten Rückschritt erleiden wollen.

19.03.19 @ 16:51
Barbara Pavelka

Eigentlich ist das eine Watschen ins Gesicht einer jeden eigenständigen Künstlerin und Künstlers! Die Verlage sind genau überhaupt nicht künstlerisch tätig und damit keine Urheber! Verlage dienen lediglich der Distribution von künstlerischen Inhalten, die kreative Menschen erdacht haben! Wenn, dann sollten die Künstlerinnen und Künstlern Tantiemen für ihre Werke erhalten, nicht allein die Verlage. Die bekommen ohnehin eine Prozentsatz für ihre Arbeit. Und vor allem dann sollten die Künstlerinnen und Künstler gewürdigt werden, wenn es sich um kreative Inhalte handelt, die ohne Verlag erstellt wurden!

Die Freiheit der Kunst sollte gewährleistet bleiben! Das geht damit verloren!!

04.03.19 @ 22:04

Ja, das ist leider unpräzise, weil die Verlage das auch - wahrscheinlich mit Absicht - sehr unpräzise halten, schon allein dadurch, dass sie sich selbst gern so bezeichnen obwohl sie lediglich Distributoren sind. Schon der Begriff “Urheberrecht” ist ja misleading, weil es darin eigentlich gar nicht um Urheberrechte geht sondern um Vertriebsrechte.

04.03.19 @ 11:42
Oliver

Du bist ja oben auch etwas unpräzise iSv: Man sei kein Urheber, wenn man kein Verlag sei bzw nur Verlage würden als Urheber gesehen (jetzt so aus der Erinnerung, nicht nochmal nachgeguckt). der Witz ist ja, dass die URHEBER von dem ganzen Scharmützel NULL haben, denn ihre Leistung ist idR ja mit dem Honotar abgegolten.
Man könnte sogar sagen: sie verlieren, nämlich in de währung “Sichtarkeit", weil Google einfach weder hergeht und nicht mehr verlinkt.

aber im ernst: warum nicht einen ‘Onliner*innen Lizenzverein’ (#licensemebaby) an der VG Wort vorbei gründen. also ggf. ‘nur’ zum Trollen, aber: wer weiß…

04.03.19 @ 10:36

Oliver: Genau! Das ist einer der Knackpunkte, an denen ich meine These u.a. festmache. Verlage, Sender und Redaktionen “klauen” ständig Inhalte von Internetnutzer*innen und schreiben dann “Quelle: Youtube” oder “Quelle: Twitter” drunter, als ob das eine korrekte Autorennennung wäre. Meine Antwort auf die Frage, wie das kommt, dass Verlage einerseits extreme Maßnahmen einsetzen, sobald irgendwo auch nur zwei Takte Musik im Hintergrund eines Youtubevideos zu hören sind, sich aber schamlos im Netz bedient, wenn Inhalte “niemandem” gehören - sprich keinem Verlag oder Verwerter sondern “nur” einer Einzelperson - ist schon seit Jahren: Weil es für sie die oben beschriebene Weltordnung gibt, in der man nur Autor*in ist, wenn man einen Verlag hat und nur Verlagswerke sind schützenswert, denn nur die verdienen Geld. Ein Privatmensch ist Konsument und wenn der was im Netz sagt, kann man das einfach nehmen, denn er will damit ja kein Geld verdienen (denn sonst wäre er ja bei einem Verlag).

04.03.19 @ 09:55
OliverG

Wobei. Ist dann nicht ne Onlinepräsenz eines Verlages auch ne Art Plattform? Ist ein 100% zitierter Tweet nicht klar ein Snippet? Also ich lizensiere gern alle meine Tweets zur Zitierung an Verlage. Sagen wir für nen Hunni im Monat. Wenn jetzt, sehr hypothetisch, 100 oder 1000 Twittererinnern (mfd***) sich in einer, hypothetisch, GbR zusammentätern und Lizensierungen anböten?

04.03.19 @ 08:42

Interessanterweise kommt diese Regelung ja aus den Ministergremien ins Europäischen Parlament, also dem Weg, in der ständig im Kern nationale Länderinteressen in die EU eingespielt werden. Wenn das dann die Stimmung gegen die EU verschlechtert, ist das quasi ein doppelter Gewinn.

03.03.19 @ 22:12
Zepe

Bei Artikel 13 (in Kombination mit Artikel 12) kann man sagen das es um die Verwertungshoheit geht.
Bei Artikel 11 hingegen geht es um die Deutungshoheit = welche allerdings bei dergleichen Gesetzgebung verloren geht.

An andere Stelle schrieb ich dazu folgendes: [mit Berufung auf die “Partido Pirata” ( =Piratenpartei Spaniens). Da Spanien vor Jahren bereits auf nationaler Ebene eine Linksteuer einführte (selbiges wie €U Artikel 11) strichen die Suchmaschinen kurzerhand einfach alle steuerrelevanten Linkverweise um die Steuer zu umgehen. Das ende vom Lied? Spaniens (öffentlich-rechtliche) mediale Deutungshoheit ging verloren … soll wohl mit einer der Faktoren in Sachen Kataloniens Unabhängigkeitsbestrebungen gewesen sein. So was kommt von so was. Los €U mach mal. Schaff Dich einfach selber ab.]

Die EU muss langsam tatsächlich aufpassen, wie unter anderem der Lobo auch schrieb, nicht auch noch die letzten jungen und engagierten EU-Befürworter zu verprellen.

03.03.19 @ 15:49

In Antwort auf: Fünf Tips zum Umgang mit Trollen

Kommentar von: Besucher [Besucher]

Besucher

Ich versuche mal einen kleinen Perspektivwechsel.
Ich denke, daß die Begriffe Troll und Trollen mittlerweile von Administratoren und Moderatoren immer öfter wie als Totschlag-Argument verwendet werden, um ihre eigene Nicht-Kompetenz und Hilflosigkeit in Konfliktfällen, speziell in Foren, zu kaschieren und somit sich unnötigen Stress vom Halse halten wollen und dann oft einfach zum letzten Mittel des Ausschlusses mutmaßlicher Trolle greifen.
Klar haben Administratoren wie das Hausrecht wie ein Wirt in seiner Kneipe, nur: Sollte es im Internet auch wie in einer Kneipe zugehen?

24.01.19 @ 04:47

In Antwort auf: Meine Anmerkungen zur DSGVO

Kommentar von: ClaudiaBerlin [Besucher]

ClaudiaBerlin

Stimme weitgehend zu, die Herangehensweise war uns ist einfach mies - man hätte auch im Anpassungsgesetz vieles entschärfen bzw. für die Kleinen konkretisieren können. Ist nicht passiert, der Schaden ist da!

Aber mal zu:
“das Versäumnis, bestimmte Techniken und Methoden der Datensammlung für den Zweck der Erstellung von kommerziell genutzten Nutzerprofilen wirklich zu verbieten.”
Das soll noch kommen, nämlich in der E-Privacy-Verordnung, die leider derzeit “hängt” - weil der Lobbydruck offenbar zu groß ist?

Dazu dieser Artikel, der klar macht, wie massiv sich dieses Regelwerk auswirken könnte, WENN es dann verabschiedet wird:

https://www.zeit.de/digital/2018-05/e-privacy-verordnung-datenschutz-nutzer-nachverfolgung-werbeindustrie

“Die Verordnung befasst sich mit Kommunikationsdaten im Internet, also zum Beispiel mit Informationen, die anfallen, wenn Nutzer eine Website besuchen oder per Messenger-Dienst kommunizieren. Diese Daten sollen nicht mehr ohne Weiteres gespeichert und analysiert werden können. Das sogenannte Tracking, also das Verfolgen des Surfverhaltens einer Nutzerin oder eines Nutzers, soll ohne Einwilligung nicht mehr möglich sein. “

31.05.18 @ 09:32

In Antwort auf: Meine Anmerkungen zur DSGVO

Kommentar von: Dirk [Besucher]

Dirk

Oh ich sehe, ich habe mich an einer Stelle verschrieben. Statt “eigentliche” sollte da “einzige” stehen, also “Einwilligung ist die einzige Möglichkeit” … so klingt der Satz natürlich ganz anders. Was ich meinte: Eine Einwilligung hilft den Unternehmen nur solange, bis diese entzogen wird. Dass dies nicht rückwirkend gilt, kann nicht wirklich beanstandet werden, aber man kann dann sowohl die Löschung - wenn dem nicht gesetzliche Gründe entgegenstehen - wie auch die Übertragung seiner Daten verlangen - wie auch immer das funktionieren soll. Dieser Punkt ist tatsächlich gründlich misslungen, weil praktisch nicht vernünftig umsetzbar - für alle Beteiligten, also auch die großen Unternehmen.

Die Öffnungsklauseln finde ich ebenfalls problematisch, weil sie tatsächlich nur Verwirrung stiften und das BDSG-neu auch in Bereiche übergreift, für die es gar keine Öffnungsklauseln gibt. Eigentlich hätte gar nichts auf nationaler Ebene umgesetzt werden müssen.

29.05.18 @ 23:05

In Antwort auf: Meine Anmerkungen zur DSGVO

Kommentar von: [Mitglied]

Seltsam. Du hast den relevanten Teil zitiert, der Deinen Einwand, es benötige ja einer Zustimmung, wenn zB FB Daten weiterhin so verarbeiten will wie es das bisher schon tut, bestätigt (sprich: Hab ich doch geschrieben).
Und wogegen sich das Gesetzt richten “will” und wogegen es sich wegen der Schlampigkeit, mit denen es in unsere Gesetzeslandschaft eingebunden wurde (die EU-Vorlage hat extra Öffnungsklauseln dafür, die aber nicht behandelt wurden - übrigens einer der Gründe, warum so viele abgewartet haben, wie die Umsetzung denn nun am Ende wirklich ausfällt) richten lässt sind halt zwei unterschiedliche Dinge.

29.05.18 @ 21:06

In Antwort auf: Meine Anmerkungen zur DSGVO

Kommentar von: Dirk [Besucher]

Dirk

“So kann man das alles auch weiterhin, wenn man 5000 Worte Datenschutzerklärung im Keller aufhängt. Mehr noch: Dadurch dass man sich das vom Nutzer absegnen lässt, hat der hinterher sogar noch weniger Möglichkeiten, seine Datensouveränität wiederzuerlangen.”

Das ist nicht korrekt. Die beste Datenschutzerklärung macht eine Datenverarbeitung nicht legal, wenn die Rechtsgrundlage fehlt. Diese ist sehr klar geregelt. Einwilligung ist die eigentliche Möglichkeit, ohne sonstige Rechtsgrundlage Daten zu verarbeiten und diese kann jederzeit widerrufen werden. Die DSGVO ist nicht besser oder schlechter als 99% aller anderen Gesetze (und auch nicht schlechter verständlich, im Gegenteil). Man kann natürlich vieles kritisieren, aber das Gesetz richtet sich mit Sicherheit eben nicht gegen kleine Blogbetreiber, sondern gegen große Konzerne, die allesamt mehr Panik schieben als nach außen dringt. Alleine zu behaupten “Die wollen gar keinen Datenmissbrauch verhindern". Ich nehme nicht an, dass du das irgendwie belegen kannst.

29.05.18 @ 20:57
Marco

Die Kritik an meinem Kommentar versteh ich nicht, Jens Scholz, sie ist ja selbst simpel und generell. Amazon ist groß geworden mit Büchern, die es überall zum gleichen Preis gibt. Wir sind schuld, dass wir für dasselbe Geld viel kaputt gemacht haben an Arbeitsplätzen, Innenstädten und Steuereinnahmen.
Viel zu oft geht es um Bequemlichkeit und um Widersprüchlichkeit. Jeder will mitmachen und keiner will schuld sein. Und alles wird immer einseitiger. Google, Whatsapp, Amazon, Facebook, Youtube. Mehr fällt den Leuten nicht mehr ein, und das soll fortschrittlich sein.
Und immer sind es dieselben paar Firmen, die dahinter stecken, alle weit weg, alle Steuertrickser erster Güte, alle Daten- (und damit Menschen-) Rechte-Verachter vom Dienst. DVDs? Amazon. Streaming? Amazon. Clouds? Amazons größte Einnahmequelle.
Ich bin Online-affin. Ich liebe Bücher und Filme. Ich habe immer mehr als genug davon bekommen, auch heute noch, Bestellungen gab es in der Buchhandlung in der Regel rucki-zucki.

06.04.18 @ 13:26