
(Bild: Sven Scholz)
Das Problem dabei ist nur: Wir sind die Indianer in diesem Spiel.
(worum es geht, hier...)

(Bild: Sven Scholz)
Das Problem dabei ist nur: Wir sind die Indianer in diesem Spiel.
(worum es geht, hier...)
Vorletzte Woche war ich auf dem Zeit der Legenden, zum ersten Mal als SL und nicht als Spieler oder NSC. Es hat geregnet, es war schweinekalt, es war dennoch - oder eventuell sogar deswegen - eine ganz großartige Erfahrung. Ich wollte eigentlich was darüber schreiben, aber ich müßte zu viel erklären: Was LARP ist; wieso 1000 Leute es toll finden, sich mit Gummischwertern zu verdreschen; warum ich freiwillig von neun Uhr morgens bis drei Uhr nachts 'gearbeitet' habe ohne dafür Geld zu bekommen... nur um rüberbringen zu können, wie sehr ich diese fünf Tage kompletten Szenenwechsel genossen habe.
Als ich zurückkam dachte ich, ich sei nicht fünf Tage, sondern fünf Wochen weggewesen.
In Frankfurt und in der Türkei werden staatliche Machtdemonstrationen an Protestierenden ganz offen jenseits aller demokratischen Grundsätze, die man sonst immer noch so vor sich herträgt als Regierung, durchexerziert. Den größten Knaller liefert dabei der Regierungssprecher Steffen Seibert, der auf Twitter die Vorgänge in der Türkei verurteilt während in Deutschland genau dasselbe passiert. Ist das so zynisch wie es rüberkommt oder einfach weltfremd und merkbefreit? Was von beidem wäre denn weniger schlimm?
Dann kommt raus, wie die USA eine ungeheure Menge an privaten Internetaktivitäten von Nutzern weltweit sammelt und auswertet. Betonung auf 'wie', denn dass sie das macht ist News von letztem Jahr. Dass man das Internet und alles was man darin tut, als öffentlichen Raum betrachten muss ist hoffentlich schon viel länger keine News mehr. Dass die Frage nie gewesen ist, 'ob', sondern nur 'wann', hab ich in den letzten Jahren auch zig mal geschrieben. Dass es ernsthafte Bestrebungen zur Totalüberwachung der Internetaktivitäten aller Nutzer gibt ist nicht neu, seit man zum ersten Mal von INDECT gehört hat und im Prinzip ist das, was man momentan über Prism erfährt, vor einem halben Jahr schon herausgekommen. Nur ist es jetzt eben auch bewiesen worden und die Monströsität des Ganzen durch die Fakten greifbar.

(Grafik: Crackajack)
Natürlich gibt es immer noch die Leute, die glauben, dass niemand in Gefahr ist, wenn er nichts zu verbergen hätte.
Dabei geht es um viel mehr:
...Secrecy is only supposed to work for the strong against the weak.
It's about who, in the future, will be allowed to hurt and abuse other people and expect complicity. It’s about who will be allowed to speak up and call out, and who will be made to pay the price.
Über den Zusammenhang und den Unterschied von Privacy und Secrecy hab ich aber auch schon einiges geschrieben. Und auch über eine notwendige Maßnahme, die hier im Raum steht: Wir brauchen wieder unser eigenes Internet. Seit dieser Woche mehr denn je zuvor. Prism scheint das schlimmste zu sein, was dem Internet bisher passiert ist, aber ich glaube, dass es eventuell auch das Beste gewesen sein könnte. Der Wake-up-call, den wir brauchten, denn niemand ist mehr sicher. Auch nicht die, die nichts zu verbergen haben.
Was fast schon lustig ist: "Wer nichts falsches tut muss auch nichts verbergen", sagt auch die US-Regierung. Jetzt wo ihr verborgenes Überwachungsprogramm herausgekommen ist.
Ja. Also. Ääh. Die re:publica...
Ich war nicht etwa zu faul, dazu was zu schreiben. Es ist nur schwierig, zusammenzubekommen, was ich dazu sagen will und ich bin mir auch immer noch nicht sicher, ob ich das korrekt zusammenbekomme.
Cory Doctorow, der mir einen Moment der Verwirrung bescherte weil er fast dieselbe Jacke trug wie ich.
Die re:publica ist eine andere Veranstaltung geworden als sie es mal war. Was auch ganz objektiv gesehen wirklich gut und wichtig ist. Jedes Jahr hole ich mir von dort Inspiration und neue Ideen ab und in diesem Jahr klappte genau das auch wesentlich besser als auf der eher konservativen und thematisch arg rückwärts gewandtem re:publica 2012. Daher bestreite ich nicht, dass wir die Veranstaltung so wie sie heute ist viel dringender brauchen als die, die sie früher war. Insoweit alles in Ordnung. Fein. Prima. Irgendwie.
Aber ich habe so viel vermisst dieses Jahr: Das Gefühl, die Familie zu treffen wollte sich nicht einstellen. Ich habe so viele Menschen, die ich gerne mal wieder gesehen hätte schlicht nicht gefunden, obwohl ich wußte, dass sie da waren. Ich habe bei anderen sogar erst hinterher mitbekommen, dass sie da waren. Das ist auf der re:publica noch nie passiert, dass ich mich fremder gefühlt habe als alle anderen. Dass ich dachte, keiner hat Zeit für ein bisschen plaudern und alle sind extrem beschäftigt und müssen gefühlt ständig wichtigere Menschen treffen als mich. Das ist wahrscheinlich subjektiv und so eventuell nicht ganz wahr. Eventuell kommt das auch einfach aus dem Umstand, dass bei über 5000 Menschen der Anteil derer, die ich kenne, einfach kleiner ist als bei 2000. Ach, ich weiß es doch auch nicht.
Sixten-Vergleich: Sport-Sixtus und Nosport-Sixtus
Dafür gab es aber mehr von allem anderen: Wirklich gute Vorträge, gute und intensive Gespräche, eine zwar andere aber nicht minder spannende (und wesentlich internationalere) Atmosphäre. Und viel neues, jedenfalls für mich. Ich hab endlich kapiert, was an der Makerszene so interessant ist, man hat es anscheinend geschafft, auch die übernächste Generation wahrzunehmen, ich habe zum ersten Mal bei einem Podcast mitgemacht und es gibt - nach Jahren des Gefühls, es geht immer nur darum, wie wir uns gegen die ständige Gefahr der Vernichtung des freien Internets wehren können - eine spürbare Aufbruchstimmung in die Richtung "Wenn wir das Internet das wir haben möchten nicht bekommen, müssen wir es eben selbst machen."
Letztlich war es das: Viel weniger Persönliches, aber viel mehr Konstruktives und Neues. Wenn wir das jetzt irgendwie hinbekommen, dass wir wieder beides verbinden können fände ich das schön. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass ich der einzige bin, dem an sowas nostalgischem was liegt und alle anderen sind eigentlich ganz zufrieden mit dem, wie es jetzt läuft. Selbst wenn ich am Ende das Gefühl hatte, nicht der einzige nostalgische Mensch gewesen zu sein.
Ich wurde auch nicht gefragt, aber pfft...
BloggerInnen-Typ:
Ich schreibe drauf los. Meistens weiß ich beim ersten Absatz weder, wie lang der Artikel wird noch worauf ich eigentlich hinaus will. Außerdem bin ich einer von denen, die ihre Rechtschreib- und Tippfehler immer erst nach dem Veröffentlichen korrigieren.
Gerätschaften digital:
PC, Macbook Pro, iPhone 4 (drei Jahre alt) das aussieht wie neu gekauft - alle Geräte die ich so mit mir rumschleppe sehen aus wie neu. Ich verstehe gar nicht, wie man irgendwas innerhalb weniger Wochen aussehen lassen kann, als wäre ein Sattelschlepper drübergefahren. Ich schweife ab. HTC one x und nen Kindle... moment, den hab ich tatsächlich noch nicht zum Bloggen benutzt.
Gerätschaften analog:
Moleskins, Kladden usw. Ich liebe sowas, vor allem, wenn sie einen besonderen Einband haben. Meine ersten Tagebücher waren diese Rot-schwarzen Chinadinger. Davon liegen hier sechs herum, das älteste beginnt am 10.8.1979, das sechste endet am 25.6.1988. Dann hab ich 2 Jahre Taschenkalender benutzt, dann längere Zeit nichts und seit 2001 blogge ich digital öffentlich und schreibe Dinge privat in besagte Moleskins und andere Bücher hinein.
Arbeitsweise:
Ähm. Arbeit? Wenn bloggen Arbeit wäre würde ich es nicht machen. Für Arbeit möchte ich gerne bezahlt werden. Bloggen ist ein Hobby oder ein Bedürfnis. Es macht mir keine Arbeit, insoweit gibt es auch keine Arbeitsweise dafür.
Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Meinen Kopf. Ich schreibe mir ganz selten mal was vor, wenn ich Zug fahre und ich daher nicht direkt in den Blogeditor tippen kann weil es in deutschen Zügen das schlechteste Internet der Welt gibt. Recherchieren tu ich, indem ich Dinge in das Google-Suchfeld tippe. Darin bin ich inzwischen so gut, dass ich kein anderes Tool brauche. Bevor ich irgendeine Linksammlung durchsucht habe hab ich die Quelle per Google schon längst gefunden.
Wo sammelst du deine Blogideen?
In meinem Kopf. Irgendwann hab ich Lust, sie aufzuschreiben und mach das dann einfach.
Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Ich verstehe die Frage nicht. Ich schreibe Dinge auf und klicke auf "Veröffentlichen". Wo soll man da Zeit sparen? Ansonsten wie schon gesagt: Ich google sehr schnell und sehr exakt und benutze keine komplizierten Tools. Das wäre dann wohl mein Shortcut.
Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
Nein. Keine. Habs versucht. Ich schreibe zwar rein, aber schau nie wieder nach, was drin steht.
Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Ich könnte auch ohne Telefon und Computer leben. Ich bin über vierzig, da kann man sich dran erinnern, dass das auch ganz gut geht.
Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Ja. Pragmatisch sein. Dinge gut sein lassen. Mich nicht stressen lassen. Es egal sein lassen, dass andere vieles besser können und es trotzdem machen.
Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Wenn, dann Filmmusik. Nichts mit Text jedenfalls. Da würde ich immer zuhören und nicht mehr schreiben können.
Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?
Durcheinander. Je nachdem. Mal so, mal so.
Eher introvertiert oder extrovertiert?
Beides. Einige meiner Extrovertiertheiten sind nur dazu da, Introvertiertheiten zu kaschieren. Ich bin gerne extrovertiert, aber ich brauche dafür Menschen, die auf mich zu kommen. Von mir aus weiß ich meistens nicht, ob ich nicht gerade störe und lasse die Leute sicherheitshalber meistens in Ruhe.
Der beste Rat den du je bekommen hast?
Weiß ich nicht. Ich habe viele Menschen um mich, die ich ständig um Rat frage und deren Rat ich auch gerne nutze. Welcher der beste war kann ich nicht sagen. Vielleicht jeder, der mir in dem Moment gegeben wurde, an dem ich ihn brauchte.
Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Jeder, der mag. Bei mir kann jeder machen was er will. Der blöde Hai.
Noch irgendwas wichtiges?
Immer die Schuhe gut zubinden.
Update 13:30h: Der Account ist wieder freigegeben. Ich hab noch keine Info, warum. Sobald ich mehr weiß, schreib ich das hier rein.
Ursprünglicher Artikel von heute früh:
Seit über einem Jahr führen Sven und ich den Satireaccount @bundesamtfvs auf Twitter. Dass es sich dabei um Satire handelt und nicht etwa um einen offiziellen Account des Verfassungsschutzes sollte eigentlich auch jedem schnell klar werden - wir haben weder das offizielle Logo als Avatar (stattdessen einen Adler, der in die falsche Richtung schaut, die Farben der Fahne sind vertauscht und es steht das Wort "Verfaschungsschutz" drin) noch einen Link auf eine offizielle Webseite, der suggerierern würde, der Account wäre offiziell.
Wir twittern normalerweise derart offensichtlich unprofessionell und übertrieben, dass auch hier kein Zweifel daran bestehen sollte: Das ist nicht echt, das ist Satire. Wir haben über 6000 Follower, der erfolgreichste Tweet ist über 1500 Mal retweeted und fast 500 mal gefavt worden. Logischerweise sind das alles Menschen, die verstanden haben, dass es hier um Satire geht und keiner von ihnen wird wohl annehmen, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz plötzlich Tips zum zivilen Ungehorsam geben würde.

Gestern wurde der Account "suspended", weil er eine "non-parody impersonation" sei (ja, da steckt irgendwie eine Pointe drin).
Natürlich haben wir am Anfang ein paar Verwechslungen gehabt und natürlich haben wir es auch hin und wieder mal drauf angelegt, die ohnehin schon irre genuge Realsatire aufzugreifen und nur noch sehr wenig draufzusetzen, um den ein oder anderen unbedarften Twitterer für einen Moment so zu irritieren, dass er sich fragte, ob das jetzt Ernst gemeint sein könnte.
Aber: Wir haben immer offen als Satireaccount getwittert, nie behauptet, "the real deal" zu sein und wer nach uns googelt findet auch sofort die Ausgabe des Elektrischen Reporters, in dem wir hierzu interviewt wurden oder meinen eigenen Artikel dazu. Wir haben in letzter Zeit auch gar nicht mehr viel gemacht und eigentlich wollten wir nach einem Jahr eh aufhören. Insoweit ist die Löschung des Accounts auch nicht wirklich ärgerlich, aber sie ist ja doch mindestens befremdlich: Es gibt ja jede Menge ähnliche Satiereaccounts, die zum Teil sogar weniger offensichtlich sind und dennoch in Ruhe gelassen werden und eine Löschung ohne vorherige Rückfrage oder Recherche kommt schon sehr willkürlich rüber, finde ich.
Sven hat jetzt mal eine Erkärung an Twitter geschickt, die auch ungefähr die von mir oben genannten Punkte anführen, um zu erklären, dass wir hier nicht - wie behauptet - eine "no-parody impersonation" sind, sondern eben genau das Gegenteil. Und wenn man nicht erkennen kann, dass es eine Parodie ist, dann ist die Satire anscheinend von der Realität generell nicht mehr zu unterscheiden...
Ich bin Anfang der Neunziger im Usenet unterwegs gewesen, später in Foren, von denen ich nicht wenige selbst betrieben oder moderiert habe und blogge seit über zehn Jahren. In dieser Zeit habe ich einige Taktiken gelernt, mit Trollen umzugehen, also mit Leuten, die versuchen, Boards, Foren und Blogs für ihre eigene - meist gegnerische - politische oder weltanschauliche Agenda zu missbrauchen, aus irgendwelchen Gründen einen persönlichen Groll gegen jemanden ausleben, als Stalker eine Person zu der sie glauben eine Beziehung zu haben, verfolgen oder schlicht einfach nur infantil nerven möchten.
Vielleicht überrascht das zunächst, aber: Die Motivation der Trolle ist letztlich relativ egal. Es ist völlig Wurscht, warum jemand trollt, es steckt immer dasselbe Ziel dahinter, nämlich die Übernahme bzw. Zerstörung der eigentlichen Kommunikation. Es ist am Ende immer ein Machtspiel und es geht darum, dass ihr euch vom Troll vereinnahmen lasst.

Daher lautet Tip 1: Ihr müsst für euch immer Prio eins bleiben!
Dein Blog, deine Foren-Identität, dein Twitter-Account, dein Facebook - überall findet Deine Kommunikation statt. Zum Teil komplett, zum Teil halb öffentlich. Du möchtest mit Freunden kommunizieren, du möchtest über Dinge bloggen, die dir wichtig sind oder dir Spaß machen. Für jemanden, der dir hier seine Themen aufdrückt, mit seiner Kommunikation deine zerstört, sich rücksichtslos in dein digitales Leben zwängt, gibt es überhaupt keinen Anspruch darauf, dass du dich mit ihm oder seinen Themen beschäftigen musst. Egal was er oder andere, die ihn eventuell 'doch gar nicht so schlimm' oder was er sagt 'vielleicht ja gar nicht so falsch' finden. Dein Empfinden zählt hier allein und ohne Widerspruchmöglichkeit. Wer dich nervt, der nervt. Basta.
Daraus folgt Tip 2: Keine Diskussion! Ihr müsst euch nicht rechtfertigen.
Euch sollte immer bewusst sein, dass löschen, blocken oder Missbrauch melden keine Zensur ist! Zensur geht immer vom Staat aus, nicht von Privatpersonen (und auch nicht von Firmen). Kein Mensch muss sich auf jede bescheuerte Diskussion einlassen, nur weil er irgendwo öffentlich ansprechbar ist. Auf eurem Blog, in eurem Forum, auf eurer Timeline sind andere bei euch zu Gast. Wer sich nicht benehmen kann, der fliegt eben. Ihr behaltet ja auch keine Gäste in eurer Wohnung, die sich nicht benehmen können. Daher: Keine Diskussion, mit dem Troll nicht aber auch nicht mit Leuten, die ihm mit falsch verstandenen Toleranzansprüchen sekundieren. Ersterem sagt man gar nichts, letzteren sagt man "Du kannst gern in Deiner Umgebung machen wie Du das willst, in meiner Umgebung mach ich das so, wie ich es möchte."
Tip 3: Nicht reagieren. Und wenn es schon passiert ist, nicht mehr reagieren.
Das wichtigste und eventuell anfangs anstrengendste ist, auf gar keinen Fall ever mit dem Troll zu kommunizieren. Er wird provozieren, drohen, zig mal dasselbe schreiben und wenns ganz schlecht läuft wird er euch immer da treffen, wo es euch zu einer Antwort, einer Rechtfertigung oder einfach nur zu einer wüsten Beschimpfung drängt.
Letztendlich interessiert den Troll nur, dass ihr reagiert. Es ist unerheblich ob euer Argument gut ist, ob ihr nett zu ihm seid (das legt er euch wenn überhaupt als Schwäche aus), ihm mit Anwalt oder Polizei droht… wenn ihr reagiert, hat er gewonnen. So einfach funktioniert seine Welt. Also nicht reagieren. Und wenn schon eine Diskussion im Gange ist, stellt sie sofort ein - und zwar ohne jede weitere Mitteilung oder Begründung. Den meisten Trollen wird das irgendwann zu langweilig.
Leider gibt es aber auch hartnäckigere Exemplare:
Tip 4: Sagte ich nicht reagieren? Ich meinte nicht direkt reagieren.
Eine der wenigen Methoden, die wirklich funktioniert haben, wenn ignorieren nichts hilft und man beginnen muss, mit härteren Bandagen zu kämpfen, ist: Redet weiterhin nicht mit ihm. Aber beginnt damit, über den Troll zu reden. Das klingt vielleicht seltsam, aber ich habe das schon zig mal durchexerziert, hier und in Foren und in Blogs von FreundInnen, die ihre Trolle lange nicht loswerden konnten. Es funktioniert.
Schreibt einen Blogeintrag, in dem ihr ihn ruhig oder ironisch und mit etwas arrogantem Interesse an der Spezies des Trolls analysiert. Zieht Freunde ins Vertrauen und lasst eure Freunde sich in den Kommentaren oder Threads in dem er auftaucht über ihn unterhalten. Psychologisiert an ihm herum wie an einem interessanten Beobachtungsobjekt (Sascha Lobo hat daraus Vorträge über Trollforschung gemacht), macht euch über den Trottel lustig, plaudert darüber, was für ne arme Sau das sein muss. Vermutet ein sechzehnjähriges pubertierendes Muttersöhnchen in ihm oder einen - wäre er nicht so ein Arsch - bedauernswerten alkoholkranken Arbeitslosen, der von der Gesellschaft abgehängt wurde. Wenn er versucht mitzudiskutieren, zu widersprechen, zu lästern… greift das nicht sofort, aber nach einer Weile und dann wieder nur indirekt auf ("Da oben hat er ja jetzt geschrieben, er würde mehr Geld verdienen als wir alle zusammen. Meine Güte, wie tief will er denn noch sinken? Demnächst postet er Bilder von ner Yacht, die er sich irgendwo zusammengoogelt."). Worum es hier geht ist: Ihr erlangt die Kontrolle über die Kommunikation zurück.
Selbst wenn der Troll das Thema ist: So lange ihr nicht mit dem Troll kommuniziert zeigt ihr ihm, wer die Kommunikation bestimmt. Nämlich nicht er. Und ihr zeigt ihm, dass ihr nicht alleine seid. Trolle mögen es nicht, wenn sie aus der Kommunikation ausgeschlossen werden, die sie eigentlich steuern wollten und sie mögen auch selten, in der Minderheit zu sein. Das ist der Grund, warum das - auch wenns einem seltsam vorkommt - so gut funktioniert.
Tip 5: Nutzt Technik, Rechtsmittel, Öffentlichkeit.
Nicht jeder hat ein dickes Fell. Für Leute, die euch sagen, ihr müsst eben eines haben wenn ihr ins Internet schreibt, gilt Tip 2. Es ist legitim, Kommentare direkt zu löschen. Es ist legitim, in seinem Blog Kommentare zu moderieren. Es ist legitim, einen Troll in Foren oder Facebook oder wo immer ein Moderator zu Hilfe kommen kann, zu melden. Es ist legitim, einen Anwalt einzuschalten - aber hier ist es wichtig, einen zu finden, der sich mit dem Internet und mit der Rechtslage speziell im Internet auskennt. Sonst geht es schief und das Verfahren wird eingestellt, weil man die falschen Rechtsmittel eingesetzt hat.
Es ist gegebenenfalls legitim, die eigene Situation als Thema zu veröffentlichen: So wie in Tip 4 eine Objektifizierung stattfindet, um dem Troll die Kommunikation abzunehmen stellt eine noch größere Öffentlichkeit eine noch größere Objektifizierung dar. Ein Troll will Aufmerksamkeit, das stimmt. Aber er will eure Aufmerksamkeit, nicht die von sehr vielen Menschen, die beginnen, ihn zu beobachten und zu ihrem Thema zu machen. Er wird nicht mögen, dass ihr plötzlich viele neue Freunde und Rückhalt bekommt, wo es ihm doch darum ging, euch zu isolieren, zu verunsichern und zu stören.
Ja, es ist eine Eskalation, aber manchmal ist eskalieren der richtige Schritt. Der Troll wird gegebenfalls dann auch mal eine Weile von anderen Trollen unterstützt werden, aber die kann man wieder ignorieren (Tip 3) oder einfach mit in die Betrachtung des generellen Phänomens integrieren (Tip 4) - letztlich sind die Trolle immer in der Minderheit, egal wie groß euch ein Mob vorkommt. Das wird aber erst offensichtlich, wenn ihr einen Vergleich habt. Aber es ist so: Die Menge eurer Unterstützer wird immer größer sein als die Menge von Bekloppten, ihr müsst sie nur rufen. Transparenz wirkt hier wirklich befreiend. Und manchmal muss man einen Wald halt noch mal woanders anzünden, um ein Feuer zu löschen.
Wortvogel erklärt in seinem Artikel Gezielt vorbei: Mein Problem mit dem ZEIT-Dossier “Filmpiraten: Aufnahme läuft!”, wie gerade versucht wird, den Flop von Cloud Atlas den Raubmordkopierern in die Schuhe zu schieben:
So, wie ich das sehe, bastelt Produzent Stefan Arndt an seiner eigenen Legende, um das Versagen von “Cloud Atlas” zu rechtfertigen – und eine Journalistin hat sich für den intimen Einblick in die Szene genau diese Narrative füttern lassen, ohne sie je zu hinterfragen. Handwerklich sauber geschrieben, exzellent recherchiert, aber absolut unseriös und fragwürdig in den Schlussfolgerungen.
Es wird nicht einmal die Frage gestellt, ob der Film einfach sein Publikum verfehlt hat, ob das Markting falsch war, ob nicht alle Beteiligten zu besoffen von ihrer eigenen Brillanz waren. Nein, es waren die Raubkopien.
Um zu diesem Schluss zu kommen, zerlegt er die ZEIT-Reportage, die über verschiedene Tricks suggeriert: Sollte Cloud Atlas - nachdem er in den Kinos schon nicht wirklich gut lief - auch in der Zweit- und Drittverwertung floppen, dann sind daran die Raubkopien schuld. Und er erklärt, wie es wahrscheinlich tatsächlich ist: Dass der Film nunmal kein großes Publikum gefunden hat, was er hätte tun müssen, um sein Budget einzuspielen.
Was auch rüberkommt: Der Film hat ihm nicht gefallen. Das ist natürlich ok und ändert nichts daran, dass seine Schlussfolgerungen richtig sind. Denn mir hat der Film gefallen und ich komme auf dasselbe Ergebnis.

Aber ich möchte mal weg von Zahlen und Einspielergebnissen. Dass die nicht gestimmt haben und wir es somit mit einem finanziellen Flop zu tun haben: Geschenkt. Aber ist ein Film direkt gescheitert, nur weil er es finanziell nicht geschafft hat? Ist es deswegen automatisch ein schlechter Film? Ich möchte gerne ein paar Absätze schreiben aus der Perspektive eines Kinobesuchers, der Cloud Atlas wirklich mochte und immer noch mag.
Ich habe Cloud Atlas zwei Mal im Kino gesehen, die Blu ray ist vorbestellt und das Buch lese ich auch gerade. Das ist ein gutes Indiz dafür, dass mir der Film etwas mehr gegeben hat, als viele andere Filme. Aber mir war schon beim Trailer klar, dass Cloud Atlas kein Blockbusterpublikum finden wird. Und zwar grundsätzlich, denn:
In den USA funktionieren traditionell Filme nie, wenn sie Zeitsprünge haben (selbst Highlander war denen damals ja zu kompliziert so dass man in der USA-Version alle Rückblenden außer die nach Schottland einfach weggelassen hat). Der Trailer dürfte dort dafür gesorgt haben, dass den Menschen klar wurde: Das wird mir zu kompliziert, das ist nur was für ein entsprechendes Geekpublikum.
Dann: Als Blockbuster funktionieren Filme generell nicht, wenn nicht ganz genau gesagt werden kann, worum es geht: Ist das ein Abenteuerfilm, eine Komödie, ein Science Fiction Film? Ist diese 2012-Story mit dem Verleger im Altenheim eigentlich Satire? Es gibt nicht einmal eine übergreifende Lovestory (es gibt in einer der Episoden schon eine, die ist dann aber die Zuschauer verwirrend erstens nicht hetereosexuell und zweitens nicht die Hauptsache)? Es gibt immer Ausnahmen dieser Regel, aber die entfernten sich auch nicht gleich in ganz so vielen Punkten von dem, womit man Massenkompatibilität erreicht.
Die generelle Kritik im Vorfeld war auch vor allem die: Keiner weiß, was der Film eigentlich sein will. Man verlangte mehr Führung, mehr Klarheit, man beschwerte sich darüber dass man keine klare Identifikationsfigur finden und dadurch keinen Bezug zur komplizierten aber dadurch beliebigen Handlung herstellen konnte.
Ich kann diese Kritik sogar nachvollziehen. Ich sehe ein, dass genau das passieren kann: Dass man keinen Zugang findet. Ich saß im Kino und um mich herum stiegen die Leute reihenweise aus - jeder an einer anderen Stelle: Einige schon direkt bei der homosexuellen Liebesszene (um diese Leute tut es mir am wenigsten Leid). Andere bei der Science Fiction Geschichte: Die Herrschaften neben mir lehnten sich jedenfalls geräuschvoll mit einem pikierten "Jetzt wirds doof!" zurück, sobald das typische SciFi-Setting von Neo-Seoul erschien - machen wir uns nichts vor, Science Fiction läuft in Deutschland kulturell immer noch als alberner Kinderkram. Wieder andere kamen dann irgendwo anders beim zweiten Durchgang durch die sechs Handlungsstränge raus. Der Film gibt einem nunmal viele Gelegenheiten, auszusteigen.

Dass ich drin blieb und dass ich ihn auch noch großartig fand liegt an vielen kleinen ganz persönlichen Vorlieben und Eigenschaften, die ich habe. Die hat der Film einfach bedient. Mir macht Pathos nichts aus (im Gegenteil, er darf nur nicht platt sein), mir machen Zeitsprünge nichts aus, ich liebe es wenn ich, während ich eine Handlung verfolge, auch Metaüberlegungen machen kann - zum Beispiel welche Ideen hinter dem zigfachen Einsatz der selben Schaupieler stehen könnte -, ich konnte etwas mit dem ganzen "Format" anfangen: Sechs Kurzfilme, die wie TV-Serien in Episoden hintereinander liefen. Ich fand das alles gar nicht so verwirrend: Die Stories waren doch am Ende alle nicht besonders komplex - wenn man hinterher das Buch liest bemerkt man auch, dass sie für den Film noch mal sehr stark vereinfacht wurden -, die Sprünge waren vorhersehbar (immer die sechs Zeitabschnitte aufwärts), und auch vom Stil hat man sich abgewechselt zwischen mal mehr Drama, mehr Krimi, mehr Spaß, mehr Abenteuer, mehr Zeitkritik... das Problem ist natürlich aber wie gesagt: Ein Blockbuster wird immer nur genau ein Genre und einen Stil bedienen.
Das ist wie McDonalds: Je genauer man vorher weiß, was es gibt und wie es schmeckt, desto niedriger die Hemmschwelle, das zu essen. Da sind wir alle gleich. Im Zweifel greifen wir zum bekannten statt zum anderen. Das könnte eventuell sogar besser sein aber die Chance, enttäuscht zu werden, ist eine reale: Ein neues Restaurant auszuprobieren bringt oft genug keine positive Überraschung hervor. Das Andere nehmen wir daher nur, wenn wir wirklich Lust haben, das jetzt mal auszuprobieren. Und Cloud Atlas ist eben einer dieser anderen Filme und hat nicht die Garantie, dass man bekommt, was man mag oder was man erwartet. Und deswegen kann ich nachvollziehen, dass Cloud Atlas einem nicht gefallen muss. Das passiert mir bei anderen Gelegenheiten auch, ich kann z.B mit Kubrick-Filmen absolut nichts anfangen.
Letztlich ist Cloud Atlas zunächst ein teurer Nischenfilm, der gefloppt ist: So wie es Blade Runner passierte, Heavens Gate, Cutthroat Island, Wyatt Earp, Der Dreizehnte Krieger, Havanna, Speed Racer (auch von den Wachowskys) und vielen vielen mehr. Auch Metropolis war im Jahr 1927 alles andere als ein Kinoerfolg. Einige kommen zur falschen Zeit heraus, z.B wenn das Genre gerade überhaupt nicht aktuell ist (Piratenfilme, Western, überhaupt Epochenfilme sind fast automatisch gefährdet), für andere gibt es schon thematisch niemals ein Publikum in nennenswerter Größe (Anime-Realverfilmungen) und ich möchte hier auch mal daran erinnern, dass auch Scott Pilgrim an den Kinokassen fürchterlich gefloppt ist. Aber die ganze Welt ist sich einig darüber, dass das alles dennoch gute Filme sind.
Und wenn die Epoche nicht für Masse taugt, wie schlimm wirds erst, wenn man auch noch mit dem Genre Spielchen treibt? Hudson Hawk ist ein Beispiel für einen Film, der kein klares Genre bedienen und sich nicht an gewohnte Strukturen halten will: er ist Comedy, hat aber durchaus brutale Actioneinlagen, einen schrägen Verschwörungs/Krimiplot und sogar eine Musical-Einlage. Oder Last Action Hero: Eine Persiflage auf Schwarzenegger-Filme mit Schwarzenegger, der einmal den Cut zwischen lustiger Filmwelt und ernsthaft gefährlicher Realwelt macht, zum anderen mit einem "Zauber-Ticket" ein astreines Fantasy-Element nutzt und noch dazu gibt es ein Kind in einer Hauptrolle. Sowas wird an der Kinokasse nie massenkompatibel sein.

Klar floppen auch Filme deswegen, weil sie wirklich grottenschlecht sind. Um die geht es mir aber nicht. Ich will erklären, warum Cloud Atlas fürs Kino floppen musste: Er spielt erstens direkt mal in gleich mehreren Nischenepochen und er beschränkt sich zweitens nicht darauf, ein klares Genre zu bedienen. Dass ein Mix von unterschiedlichen Themen die Zuschauermenge nicht vergrößert sondern auf diejenigen verringert, die mit allen Themen etwas anfangen können weiß man inzwischen ja auch: Cowboys versus Aliens hat nicht etwa SciFi- und Westernfans zusammengebracht sondern war nur für Zuschauer interessant, die alle beide Genres mögen.
Dennoch: Diese Filme wird es zum Glück immer geben. Kein Mensch muss sich davor fürchten, dass nur weil wieder einer dieser Nischenfilme, die eigentlich zu teuer für die objektiv zu erwartende Publikumsgröße sind, gefloppt ist, nun keine interessanten Filme jenseits des Mainstreams mehr gedreht werden. Wäre es so, hätte Disney sich nach TRON auf Kinderzeichentrickfilme zurückverlegt. Ich zitiere mal Christoph Waltz, der sagte "In Deutschland werden Filme gemacht wie Produkte und vermarktet wie Kunstwerke, in den USA ist es umgekehrt." - Das kann einem wirklich so vorkommen, wenn man sich anschaut, wie oft US-Filme herauskommen, bei denen man sich wundert, wie wenig man auf den Mainstream gibt und wie viel Mühe man sich für die Bedienung einer kleinen Nischengruppe macht (und wie das in Deutschland dagegen so gar nicht passiert). Es ist aber aus strategischer Sicht wichtig, dass es diese Filme gibt, und das wissen die Amis (im Gegensatz zu den Deutschen) sehr gut: Sie sorgen für eine kulturelle Bandbreite, für mehr Inspiration und somit auch für mehr Publikum insgesamt, so dass möglichst alle weiterhin ins Kino gehen und nicht nur z.B. Fans von Beziehungskomödien mit Til Schweiger.
Man macht außerdem Filme immer noch und hoffentlich weiterhin zum Glück ja nicht nur, um Geld zu verdienen. Es gibt genügend Filme, die finanziert werden, weil sich genügend Leute wünschen, dass es genau diesen Film geben soll. Ich gehe davon aus, dass Cloud Atlas genau in diese Kategorie gehört und wette, dass die Wachowskys durchaus die Möglichkeit in Betracht zogen, dass der Film kein finanzieller Erfolg wird.
In diesem Artikel: Kein Link zur ZEIT wegen LSR.
Isa hat da mal wieder so was angefangen: Und zwar sammelt sie Schweinkram-Limericks.
Zum Zeitpunkt dieses Posts sind es schon über 40 Stück.
Ich hab mal zwei Exemplare beigesteuert:
Ein Installateur aus dem Loh
marschiert bei ner Kundin ins Klo
und kommt dort ins grübeln
wer kanns ihm verübeln:
„Warum liegt denn hier überall Stroh?“
Besagte Kundin im Loh
- Sie wissen schon, die mit dem Stroh -
war ebenso baff
als den Klempner sie traf:
„Du trägst eine Maske? Wieso?“
Aber ihr müsst sowieso alle lesen. Die sind super.
Dinge, die man Nerds mal sagen muss.
Nerds haben die Chance, heute und vor allem zukünftig einiges zu bewegen. Frank Schirrmacher würde ihnen am Liebsten die Welt übergeben und tatsächlich kommen viele wichtige politische und soziale Impulse aus der Nerdsphäre: Transparenz, Beteiligungsprozesse, Abbau von Machtstrukturen, Akzeptanz von vielem, was "Anders" ist.
Das alles tun Nerds, weil sie begonnen haben, ihre etwas spezielleren Eigenschaften in die Gestaltung der Welt einzubringen. Das ist auch echt toll. Sie können jedoch sehr viel auch ganz prima vermasseln, wenn sie ihre typischen Nerdeigenschaften falsch einsetzen. Nerds können sehr schnell auch besinnungslose Technokraten und furchtbare Spießer sein. Die Weltfremdheit der Nerds kann sie zu Ignoranten machen: Sichtbare Themen hier sind Sexismus, Ausgrenzung von Menschen die Technik nicht verwenden wollen, sie nicht verstehen oder sie sich nicht leisten können und die Ablehnung von Themen, die anderen Menschen als Nerds nun mal wichtig sind (zB Körperhygiene).
Und warum zum Teufel entwickeln Nerds genau die Überwachungstechnik, die wir eigentlich gar nicht haben wollen?
Nerds hatten es als Kinder meistens echt schwer. Sie müssten also eigentlich dafür ein Bewusstsein entwickeln und viel mehr dafür sorgen, dass 'anders sein' nicht ausgrenzt. Sie entwickelten Schutzmechanismen, die ihnen - mehr oder weniger erfolgreich - geholfen haben, sich in einem System bewegen zu können, das sie nicht verstand und schlimmstenfalls verachtete. Die stehen ihnen aber jetzt, wo sie die Oberhand haben, oft genug im Weg: Wenn man als erfolgreicher Erwachsener diese Methoden weiterführt, benimmt man sich nämlich plötzlich genauso wie die Bullys von früher.
Die Nerdpredigt ist ein kleiner Vortrag über eine veränderte Realität für uns Nerds und wirbt für die Überwindung von Ignoranz, Elitarismus und Arroganz. Denn wenn das nicht gelingt, wird die momentane Hochzeit der Nerds nur eine weitere kurze Hippie-Episode der Geschichte sein. Und das wäre wirklich Schade.